20.11.2019

80GHz-Radarsensoren zum Preis von Ultraschallgeräten

Extrem bunt

Gleich drei neue Geräteklassen stellt Vega vor: Einen kompakten 80GHz-Radarsensor, der mittelfristig Ultraschallsensoren ablösen soll, ein autarkes IoT-Füllstandsensorsystem für die Logistik sowie preisgünstige Druck- und Füllstandsensoren für hygienesensible Prozesse und den Maschinenbau mit einer farbigen 360°-Schaltzustandsanzeige in 256 Farben und IO-Link.


Die preisgünstige 80GHz Radar-Geräteserie Vegapuls gibt es sowohl als Kompaktausführung mit Kabelanschlussraum als auch mit festem Kabelanschluss (IP68).
Bild: Vega Grieshaber KG

Mit der Einführung der Vegapuls-Sensoren auf der Basis von 80GHz begann vor einigen Jahren in der Radarmesstechnik ein neues Zeitalter. Dank präziserer Fokussierung des Sendesignals lassen sich seither Mess- und Störsignale besser trennen. Nun hat Vega sein Portfolio an Radarsensoren um neue Geräteserien erweitert.

Preisgünstiger Mini-Radar mit 80GHz

Die kompakte Geräteserie Vegapuls eignet sich für preissensible Anwendungen, wie sie z.B. in der Wasser- und Abwasserindustrie oder in Hilfskreisläufen in der Prozessautomatisierung vorkommen. Hierfür konzipierte Vega einen neuen Radar-Mikrochip, der sich durch eine kleine Bauform und einen geringen Energiebedarf auszeichnet. Damit ist eine neue Geräteserie entstanden, die sich besonders für Flüssigkeiten und Schüttgüter eignet. Es gibt sie sowohl als Kompaktausführung mit Kabelanschlussraum als auch mit festem Kabelanschluss (IP68). Als direkte Ausgangssignale stehen wahlweise 4 bis 20mA, Hart, SDI-12 oder Modbus zur Verfügung. Ergänzt wird die Serie durch die Vegamet-Steuergeräte, die speziell auf die Anforderungen der Wasser- und Abwasserindustrie ausgerichtet sind. Zum Schutz vor Witterungseinflüssen haben die Steuergeräte ein witterungsbeständiges Feldgehäuse und sind bei den Hintergrundfarben des Displays bereits für die NE 107 ausgerichtet. Sowohl die Sensoren als auch die Steuergeräte lassen sich via Bluetooth über das Smartphone oder Tablet einstellen. Dank der Robustheit, einfachen Bedienung und des Preises ist die neue Radargeräteserie eine Alternative zu der bisher eingesetzten Ultraschall-Messtechnik.

Autarke IoT-Füllstandsensorsysteme

Einer der Bereiche, in denen das Internet der Dinge (IoT) insbesondere Fahrt aufnimmt, ist die Logistik. Hier bietet die umfassende Vernetzung von Waren und IT-Infrastruktur entlang der gesamten Warenkette besonders viel Potenzial. Typisch für Logistik-Prozesse ist, dass sich die Sensoren an Orten und Positionen befinden, zu denen die Energie nicht aus der Steckdose kommen kann. Speziell für diese Situationen entwickelt Vega eine neue Serie an autarken Füllstandsensorsysteme auf Basis der 80GHz-Radartechnologie. Im Vordergrund der Entwicklung stand dabei die Energieeffizienz. Dafür wurden Messleistung, Funk-Datenübertragung und Energieverbrauch aufeinander abgestimmt. Batterien sorgen in Kombination mit optimierten Messzyklen für das Energiemanagement, das eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren sicherstellt. Drahtlos sind die autarken Sensoren mit Schutzart IP68 bzw. IP69k per Plug&Play schnell eingebaut. So lassen sie sich z.B. an IBC-Containern anbringen, das heißt dank Radar ist eine Messung von außen möglich und die IBC-Kunststoffblase muss nicht geöffnet bzw. modifiziert werden. Mit wenigen Handgriffen installiert, kann die Lösung dauerhaft am Container verbleiben und den jeweiligen Status übertragen, gleich ob im Unternehmen oder auf dem Transportweg. Selbst hoch gestapelt, erfassen die Sensoren an jedem einzelnen Behälter mehrfach pro Tag den aktuellen Füllstand und die Position und übermitteln diese per Funk in die Cloud. Aktuell werden zur Datenübertragung NB-IoT und LoRa unterstützt. Der Sensor ist mit mehreren Low-Power-Funkstandards ausgerüstet und nutzt den jeweilig verfügbaren. Gleichzeitig können auch zukünftige Standards schnell umgesetzt werden. Auf Basis der gewonnenen Daten ermittelt die Visualisierungs- und Logistik-Software Vega Inventory System optimale Bestellmengen und zukünftige Planungsziele. Die Daten lassen sich aber auch in andere Plattformen und Systeme integrieren. Die ersten Versionen der autarken Radarsensoren sind ab Mitte 2020 erhältlich.

360°-Schaltzustandsanzeige und IO-Link

Mit einer neuen kompakten Geräteserien an Drucksensoren und Grenzschaltern komplettiert Vega sein Messtechnikportfolio für hygienesensible Prozesse und geht auch einen großen Schritt mit seinem Produktportfolio in Richtung Maschinenbau. Die Produktfamilien Vegabar und Vegapoint sind ausgelegt auf Standardapplikationen, gehen jedoch keine Kompromisse bei der Qualität ein. Ein einheitliches Hygieneadaptersystem bringt die notwendige Flexibilität, die es braucht, um Aufwand und Lagerhaltung überschaubar zu halten. Die Prozessanschlüsse lassen sich nach Bedarf auswählen und den Anforderungen vor Ort anpassen. Alle Schaltzustände sind visuell dank einer Rundum-Schaltzustandsanzeige aus jeder Richtung erfassbar. Die Farbe des Leuchtrings bleibt selbst bei Tageslicht gut erkennbar, und ist aus über 256 Farben frei wählbar. Auf den ersten Blick ist damit zu sehen, ob ein Messvorgang läuft, der Sensor schaltet oder eine Störung im Prozess vorliegt. Für eine einfache Kommunikation sorgt IO-Link. Die neuen Serien lassen sich per Smartphone oder Tablet auslesen und konfigurieren.

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