24.09.2020

Digitalisierung des Produkt- und Serviceportfolios im Maschinenbau



Nach der Vernetzung von Systemen und Anlagen ist nun die Vernetzung mit dem Kunden der nächste bedeutende Schritt für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. In einer gemeinsamen Studie haben der VDMA und die Unternehmensberatung McKinsey untersucht, wie weit die Digitalisierung des Produkt- und Serviceportfolios im Maschinenbau vorangeschritten ist. Das Ergebnis: Aktuell liegt der Umsatzanteil für digitale Plattformen und Mehrwertdienste erst bei rund 0,7% (ca. 6Mrd.€) des Gesamtumsatzes im europäischen Maschinenbau (ca. 850Mrd.€). 77% der befragten 200 Maschinenbauunternehmen geben an, dass die Zusammenarbeit in Anbieterkonsortien ein erfolgversprechender Weg für den Aufbau digitaler Plattformen sei. 71% nennen darüber hinaus Kooperationen mit Startups als gute Lösung, 24% können sich auch Kooperationen mit Wettbewerbern vorstellen. Als größte Hürden für die Entwicklung eigener digitaler Dienste werden von den Unternehmen fehlende Geschäftsmodelle (61%), fehlende Standards (59%) und mangelnde strategische Relevanz (57%) angesehen. Allerdings haben bereits 52% der befragten Unternehmen Software und Apps für eigene oder fremde digitale Plattformen programmiert. Jedes zehnte Unternehmen konnte diese bereits erfolgreich skalieren. "Es gibt nicht die eine gültige Strategie, wie Maschinen- und Anlagenbauer die Digitalisierung angehen sollten", erläutert VDMA-Experte Prof. Oetter. Diese unterscheide sich je nach Endkundenbranche voneinander - jedoch lassen sich neben den industriespezifischen auch generelle Empfehlungen aus der Studie ableiten. "Für den Großteil der Unternehmen wird sich eine eigene Plattform nicht auszahlen - hier sollten sie vielmehr auf Kompatibilität und gemeinsame Standards setzen."

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