Interview mit HMS Industrial Networks

Ready to use – Datenübertragung über 5G in industriellen Umgebungen

Mit deutlich höheren Datenraten, geringeren Latenzen und der Fähigkeit, eine Vielzahl von Geräten gleichzeitig zu verbinden, soll der 5G-Mobilfunkstandard enormes Potenzial für die industrielle Vernetzung in der smarten Fabrik und das IIoT bieten. Die Redaktion hat sich mit Thilo Döring, Geschäftsführer von HMS Industrial Networks, darüber unterhalten, wie das Unternehmen daran arbeitet, das Potenzial von 5G für die Industrie nutzbar zu machen und bestehende Industrieprotokolle und Netzwerktechnik nahtlos in die 5G-Welt zu integrieren.
 Mit dem Wireless Bolt 5G lassen sich Maschinen und Geräte mit geringem Aufwand in eine industrielle 5G-Infrastruktur integrieren.
Mit dem Wireless Bolt 5G lassen sich Maschinen und Geräte mit geringem Aufwand in eine industrielle 5G-Infrastruktur integrieren.Bild: HMS Industrial Networks GmbH

Ein Thema, das immer wichtiger wird, ist die OT-Sicherheit. Wie stellen Sie die Security mit Ihren Geräten sicher?

Ein ganz wichtiger Aspekt ist es, schon bei dem Produktentwicklungsprozess ein großes Augenmerk auf hohe Sicherheitsstandards zu legen. HMS entwickelt die Produkte mittlerweile nach der IEC62443, sprich nach Security by Design. Speziell beim Thema 5G gibt es die Standard-5G-Verschlüsselungsmechanismen für den Datenaustausch. Das garantiert bereits ein hohes Sicherheitsniveau, das sich durch weitere Security-Maßnahmen noch stärken lässt. Um hier bei den Kunden Vertrauen herzustellen, muss man durch Transparenz überzeugen und aufklären. Das Gleiche gilt übrigens für das Thema Stabilität in der Datenkommunikation. Sie ist statistisch gesehen bei 5G genauso hoch wie bei einer kabelgebundenen Verbindung – und zwar bei 99,9 Prozent.

Apropos überzeugen, welche Serviceleistungen bieten Sie?

Grundsätzlich bieten wir Beratungstätigkeit an, um mit dem Kunden über verschiedene Applikationen zu reden, die er mit 5G einbinden kann. Wir können in der Praxis zeigen, wie schnell er eine Anwendung einfach starten und testen kann, ohne komplexe Dinge beherrschen zu müssen. Beispielsweise wie sich eine Maschine oder ein fahrerloses Transportsystem (FTS) einfach, easy-to-use, in ein 5G-Netzwerk einbringen lässt. Zudem arbeiten wir seit vielen Jahren technologisch mit Ericsson zusammen. Haben also auch Partner, die uns bei der Expertise, die wir in Projekte einbringen können, unterstützen. Darüber hinaus können wir unsere Kunden auch bei Netzwerkplanungen unterstützen.

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