
Das Hauptthema des EPSG-Messestandes ist die schnittstellenfreie Kommunikation innerhalb und zwischen Produktionssystemen. Das herstellerunabhängige Kommunikationsprotokoll OPC UA wird als de-facto Standard für Automatisierungsanwendungen in der Industrie von morgen angesehen. Deshalb arbeiten die EPSG und die OPC Foundation derzeit gemeinsam daran, dass sämtliche Maschinendaten über Hersteller- und Plattformgrenzen hinweg nutzbar gemacht werden.

Neue Produkte für Powerlink
Neben neuen Produkten von Danfoss, STW und Advanced Motion Control wird als Highlight das modulare I/O-System u-remote von Weidmüller mit Powerlink-Anschaltung vorgestellt. Es wird über modulare XDD-Dateien beschrieben und lässt sich dadurch leicht in beliebige Engineering-Umgebungen integrieren. Bei der Einbindung von Maschinen und Anlagenteilen in komplexe Fertigungslinien sollen Maschinen und Anlagenbauer von der hohen Migrations- und Diagnosefähigkeit von u-remote profitieren. Ein weiterer Schwerpunkt des EPSG-Messestandes ist die nahtlose Einbindung von Robotern in Powerlink-Netze. Gezeigt werden unter anderem Implementierungen von Kuka und Comau. Zudem wird der aktuelle Stand eines Roboterprojekts vorgestellt, welches Studenten der Universität Poitiers im Rahmen des Industrial Ethernet Awards umsetzen. Anmeldungen für diesen Wettbewerb sind noch bis Ende des Jahres möglich.
Ethercat in der Anwendung
Die Ethercat Technology Group (ETG) zeigt auf ihrem Messestand neue Produkte und Lösungen in den Kategorien Steuerungstechnik, Entwicklung, Antriebstechnik, Sensorik sowie I/O und Gateways. Technische Details und weiterführende Informationen liefern dazugehörige Touchpanels. Daneben erwarten den Besucher Multi-Vendor-Produktpräsentationen sowie Live-Demonstrationen. Auch die übliche Ethercat-Master-Demo, die die Interoperabilität und Offenheit des Standards verdeutlicht, wurde für die Messe in Nürnberg erweitert. Darüber hinaus wird auch wieder der Multiachs-Demonstrator auf dem Stand gezeigt, der in einem Netzwerk 35 Achsen von 24 verschiedenen Herstellern gleichzeitig betreibt. Informationsangebote zu den Themen Safety, Ethercat Automation Protocol, Geräteentwicklung oder der Einkabellösung Ethercat P runden das Programm der Nutzerorganisation ab.
Industrie-4.0-fähige Demos
Sercos International legt den Schwerpunkt des Messeauftritts in Nürnberg auf das Zukunftsthema Industrie 4.0 und zeigt entsprechende Demos. Dazu gehört eine neue Hydraulik Anwendung von Bosch Rexroth, die zeigt, wie sich die Möglichkeiten der Fluidtechnik softwarebasiert erweitern lassen. Einer offenen Kommunikationsanbindung nach oben und nach unten bietet die Sercos-SoftMaster-Demo, die auf spezifische Master-Hardware in Form eines FPGAs oder ASICs verzichtet. Stattdessen wird ein Standard-Ethernet-Controller genutzt und die Sercos-III-Hardware-Funktionen in einer host-basierten Treibersoftware emuliert. Mit diesem Implementierungsansatz wird für eine große Zahl an Applikationen ein ausreichendes Echtzeitverhalten sichergestellt. Maschinenbauer und Steuerungshersteller können auf diese Weise einen Industrie-PC ohne spezielle Feldbus-Hardware und ohne PCI-Slots zur Steuerung der Maschine verwenden. Der Sercos SoftMaster ist als Open-Source-Software-Lizenz für die allgemeine Nutzung verfügbar. Neben der SoftMaster-Demo werden weitere Demos sowie eine Vielzahl an Exponaten, die einen Querschnitt der rund 250 Sercos-fähigen Produkte bilden, auf dem Gemeinschaftsstand der Nutzerorganisation gezeigt.