Neue Features für das Factory Automation Studio

Bild: Grollmus München GmbH

Mit dem Factory Automation Studio von Grollmus sollen TIA-Portal-Anwender das Engineering deutlich schneller umsetzen können, weil viele manuelle Schritte durch die automatische Code-Generierung entfallen. Seit dem ersten Release der Software im Juli ist das Tool bei mehreren Kunden im Einsatz. Zudem wurden seit der ersten Version zahlreiche neue Features entwickelt.

Zu den neusten Erweiterungen gehört der Projektassistent. Damit lässt sich das Anlegen und Verschalten von Strukturen und Bausteinen erleichtern. Die Projektstruktur kann in einer einfachen Oberfläche – unabhängig von einem Import aus ECAD – definiert werden. Darauf aufbauend lassen sich Bausteine über xTypes aus den kundenspezifischen Bibliotheken aufrufen. Zusätzlich wird die Verschaltung der Parameter durchgeführt. Mit der Parametrierung können im nächsten Schritt I/O-Variablen automatisch verschaltet werden. Sofern die ECAD-Struktur des Kunden diese automatisierte Verschaltung noch nicht zulässt, bietet der Projektassistent die Möglichkeit, eine manuelle Verschaltung vorzunehmen.

Ein weiter Vorteil des Projektassistenten besteht darin, beliebig viele xTypes, z.B. Zylinder, Ventile oder Schalter gleichzeitig anzulegen und zu parametrieren. Das bringt eine deutliche Zeitersparnis mit sich. Die Oberfläche des Projektassistenten erfordert weder Programmier-Knowhow noch Kenntnisse in der Bedienung des TIA Portals. Fachkräfte, die über hohes anlagenspezifisches Wissen verfügen und ihre Anlage kennen, müssen also nicht selbst programmieren, um mit dem Factory Automation Studio zu arbeiten. Die umgebende Infrastruktur generiert die Software automatisch.

Vor dem Release des Projektassistenten war ein ECAD-Import Voraussetzung für die Erstellung einer Projektstruktur. Mit der Neuerung lässt sich diese nun auch manuell erstellen oder aus einer anderen Quelle importieren. Damit sind Anwender nicht mehr abhängig von einem ECAD-Import. Ob durch Import oder manuelle Einträge – auf diese Weise erfolgt die Definition der Aufrufhierarchie.

Mit dem nächsten Release sollen weitere Features des Projektassistenten folgen. Zum einen soll es möglich sein, einmal angelegte Module als Template abzulegen und diese wiederzuverwenden. Zum anderen können xTypes zukünftig über den Import einer Betriebsmittelliste aus ECAD bereits vorbelegt werden.

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Roboter über die SPS programmieren

Die neue SRCI-Schnittstelle soll SPSen und Roboter-Controller verbinden, um Anwendern eine einfachere Programmierung von Robotikfunktionen im gewohnten SPS-Umfeld zu ermöglichen. Wie hoch wird ihr Potenzial eingeschätzt? Und hat SRCI das Zeug, sich wirklich im Markt zu etablieren? Eine Trendumfrage in der Schwesterzeitschrift ROBOTIK UND PRODUKTION hat Roboterhersteller und Automatisierer um ihre Einschätzung gebeten.

mehr lesen