Automatisierung gefährdet Arbeitsplätze älterer Arbeitnehmer

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Bild: Oliver Wyman-Analyse basierend auf APRC-Berechnungen, UN-Daten, Frey and Osborne (2017), nationale Datenbanken

Die zunehmende Automatisierung gefährde Arbeitsplätze älterer Arbeitnehmer. Gleichzeitig fehlen in den überalterten Gesellschaften junge Nachwuchskräfte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie vom Beratungsunternehmen Oliver Wyman. Die Kombination einer alternden Weltbevölkerung mit der zunehmenden Automatisierung in der Arbeitswelt werde erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben. Obwohl in Deutschland viele ausgebildete Fachkräfte arbeiten, deren Arbeitsplätze in der Regel schwer zu automatisieren sind, drohen laut der Studie hierzulande 57% der von älteren Mitarbeitern besetzten Stellen wegzufallen. Neben Industriestruktur und Ausbildungssystem hänge das Automatisierungsrisiko für ältere Menschen auch von der Gestaltung der Sozial- sowie der Finanzierungssysteme ab. In Österreich liegt das Verdrängungsrisiko bei 54%. Die Schweiz schneidet im deutschsprachigen Ländervergleich mit 49% Risiko am besten ab. Die niedrigsten Risikowerte weltweit weisen Australien mit 42% und Kanada mit 47% auf – für diese Länder ergibt sich auch die niedrigste Überalterungsquote.