Wo digitale Lösungen derzeit besonders sinnvoll sind

Den Gerätestatus genau kennen

Unternehmen werden zunehmend digitaler. Viele versprechen sich von der Digitalisierung, ihre unterschiedlichen Herausforderungen schneller, einfacher und häufig auch besser lösen zu können. Dabei macht es Sinn, besonders Antriebe transparent zu machen, die eine Schlüsselrolle in der Produktion spielen.
Bild: ABB AG

Um ihre Prozesse aus verschiedenen Gründen zu digitalisieren, setzen Industrieunternehmen bereits zahlreich digitale Geräte ein, die sehr viele Daten erzeugen – ein Großteil davon jedoch noch ungenutzt. Dadurch werden sich bietende Möglichkeiten der Wertschöpfung nicht wahrgenommen. Denn durch eine entsprechende Sammlung, Speicherung und Analyse der Daten könnten die Betreiber ihre Betriebsabläufe verbessern bzw. den Betrieb ungestört am Laufen halten.

 Digitale Lösungen können beispielsweise ein transparentes Monitoring von Motoren ermöglichen, um den aktuellen Zustand schnell mitzuteilen, sowie künftige Ausfalltrends zu erahnen.
Digitale Lösungen können beispielsweise ein transparentes Monitoring von Motoren ermöglichen, um den aktuellen Zustand schnell mitzuteilen, sowie künftige Ausfalltrends zu erahnen. Bild: ABB

Daten für Mehrwerte freigeben

Geräte, Maschinen und damit verbundene Dienstleistungen werden zunehmend digital, um einen Mehrwert gegenüber traditionellen Konzepten zu erbringen, etwa um einen Ausfall zu verhindern, schneller zu sein oder Kosten zu senken. Zwangsläufig ist dies mit der Bereitschaft der Anwender verbunden, Daten freizugeben – was aber noch häufig fehlt. Infolgedessen lassen sich Nutzen und Potenzial der Digitalisierung in vielen Fällen nicht erproben. Unternehmen sollten also nicht gleich ‚die Zugbrücke hochziehen‘, sondern im Kleinen Lösungen testen, um den Mehrwert für sich zu erkennen.

Einfach einsteigen mit dem Antrieb

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen fürchten hohe Investitionen und Zeitaufwand bei Digitalisierungslösungen. Deshalb sind sie vorsichtig und wollen nicht auf die falsche Strategie oder Technologie setzen. Sie wollen kein Risiko eingehen und lieber auf Bewährtes setzen. Beim Einstieg in die Digitalisierung gilt es stets die Balance zu halten zwischen traditionellen Stärken und dem Neuen. Der Wandel sollte mit Maß vollzogen werden und nicht im Hauruckverfahren. Einen guten Einstieg in die Digitalisierung bietet dabei die elektrische Antriebstechnik. Es macht Sinn, Antriebssysteme transparent zu machen, denn sie spielen eine Schlüsselrolle in der Fertigung. Fällt eines aus, steht meistens die ganze Produktion still. Daher sind Antriebe auch Dreh- und Angelpunkt für die Instandhaltung.

Wirtschaftlichkeit

Antriebssysteme sind kritische Komponenten im Betrieb. In den meisten Fällen macht heute aber eine umfassende Überwachung mit bisherigen Analyselösungen wirtschaftlich wenig Sinn. Zum einen ist dafür eine anspruchsvolle Infrastruktur erforderlich, die teilweise teurer als die Antriebskomponenten selbst ist. Des Weiteren müssen die Überwachungseinrichtungen von externem Fachpersonal installiert, gewartet und softwaretechnisch gepflegt werden. Nicht zuletzt braucht es eine korrekt aufgebaute Infrastruktur, ohne die das Wartungsteam keine ausreichenden Daten für Optimierungsmaßnahmen hat. Dazu müsste jedoch das komplette Antriebssystem teuer verkabelt werden und bräuchte ein eigenes Auswertungssystem.

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