Siemens-Antriebssteuerung für neue Laserschneid-Anlage von Trumpf

Leistung am laufenden Band

Sehr geringe Rüst- und Beladezeiten, bestmögliche Materialausnutzung und mehr Flexibilität bei der Entladung: Die neue Trumpf Laserblanking-Anlage verarbeitet ein kontinuierliches Blechcoil komplett automatisch bis hin zur Absortierung der fertigen Teile per Roboter. Das Projekt wurde in Rekordzeit entwickelt - auch aufgrund einer maßgeschneiderten Applikation für die Robotersteuerung auf Basis der Sinumerik One von Siemens.

Auch für die Entwickler bei Trumpf hat diese Kombination Vorteile: „Schon allein, was unsere eigene Kapazität angeht, schafft uns eine durchgängige Steuerung für Anlagen und Robotik wichtige Freiräume“, so Wowtscherk weiter. „Wir müssen unsere Mitarbeiter nicht für ein neues System schulen und einarbeiten, sondern greifen dadurch auf vorhandenes Wissen und eine bestehende Partnerschaft zurück.“

Flexibel und offen für Erweiterungen

Aktuell ist Trumpf daran, die ersten Anlagen an Kunden auszuliefern. Darunter ist auch eine Anlage, in der zwei Roboter implementiert werden. So werden die Teile über zwei Wege auslagert. Für diese Anlagenvariante nutzte Trumpf einen digitalen Zwilling, den das Siemens-Team für die Absortiereinheit erstellt hatte. Durch den digitalen Zwilling steht ein funktionsfähiges digitales Abbild der physischen Anlage zur Verfügung, mit dem sich nicht nur die Funktionsweise der Anlage vorab simulieren und verifizieren lässt, sondern das auch die Abstimmung mit dem Anwender erleichtert. Patrick Wowtscherk ist schon jetzt sicher, dass diese Option nicht die letzte sein wird, die Trumpf mit der Laserblanking-Anlage realisieren wird: „Das ist wirklich ein großer Vorteil der Entladung über Roboter: Wir haben jederzeit die Möglichkeit, weitere Ablagepositionen zu ergänzen, indem wir einfach die Linearachse für das Verfahren des Roboters verlängern oder z.B. einen weiteren Roboter auf der gegenüberliegenden Seite der Absortiereinheit vorsehen. Und zwar ohne aufwändige Neuentwicklung, einfach durch die Erweiterung der vorhandenen, bewährten Systeme und Komponenten.“ So macht die Absortierung per Roboter die neue Laserblanking-Anlage auch ein Stück flexibler und vielseitiger.

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