Spitzenleistung in der Tiefziehmaschine

Die Melsec-L-Serie: flexibel und kompakt

Als High-End-SPS von Mitsubishi Electric vereint die Melsec-L-Serie zwei Seiten der Steuerungswelt. Maschinenbauer profitieren von der großen Funktionalität bei kompakten Abmessungen. Zudem bietet die modulare Bauweise - die eine spätere Komplexitätssteigerung erlaubt - vielfache Vorteile. Diese Eigenschaften kommen auch in der neuen Baureihe an Hochleistungs-Tiefziehmaschinen eines Schweizer Anbieters zum Tragen.

Um möglichst leistungsstarke Bereiche zu adressieren, setzt das Unternehmen VC999 Packaging Systems bei den Hochleistungs-Tiefziehmaschinen der i-Serie auf ein neues Designkonzept. Es sorgt für hohe Anlagenflexibilität und einfache Bedienung, sodass auf einer Maschine unterschiedliche Kunststoffschalen und Blisterverpackungen produziert werden können. Voraussetzung für eine leichte Montage und Demontage war eine Standardverkabelung zwischen den Maschinensegmenten. Um eine umfassende Garantie gewährleisten zu können, ist der Einsatz zuverlässiger Automatisierungskomponenten notwendig.

Modulares Maschinenkonzept

Das Unternehmen VC999 Packaging Systems wurde als Teil der Inauen Group bereits 1986 gegründet, der Sitz befindet sich mit Vertrieb, Fertigung und Service im Schweizer Herisau. Schon früh setzte das Unternehmen auf modulare Designkonzepte und ermöglicht so einen flexiblen Anlagenauf- und -abbau für den regulären Betrieb sowie für Transport und Reinigung. Das modulare Design der i-Serie umfasst die drei Hauptsegmente Formung, Versiegelung und Auswurf, die jeweils über ein eigenes Gehäuse für die Steuerungen verfügen. Auswahlkriterien für die Steuerungen waren eine einfache Installation, Verkabelung und Anpassung, um den Entwicklungsaufwand für Anlagenbediener und Wartungspersonal zu reduzieren. Um die passende Lösung zu finden, die alle Anforderungen an Verbindungsflexibilität, Hochleistungsbetrieb und zuverlässige Steuerung erfüllt, verglich der Hersteller mehrere Steuerungsanbieter für die Industrieautomatisierung. Die Wahl fiel schließlich auf die modulare SPS der Melsec-L-Serie von Mitsubishi Electric. Die Steuerung verfügt über ein vielseitiges, baugruppenträgerfreies und erweiterbares Design. Die Datenübertragung läuft über das ethernetbasierte Gigabit-Netzwerk CC-Link IE Field. Die entsprechende standardmäßige Ethernet-Verkabelung erlaubt eine einfache Anwendung bei hoher Kosteneffizienz, wodurch sich letztlich das modulare Maschinendesign realisieren lässt.

Anbindung an Servotechnik

Der strategische Partner von VC999 und Lieferant von Automatisierungskomponenten Power Motion, leistete bei der Anbindung der Melsec-L-SPS an MR-J3-Servosysteme sowie an E700-Frequenzumrichter von Mitsubishi Electric Unterstützung. Die Servomotoren kommen bei der Indexsteuerung des Auswurfs zum Einsatz, während die Umrichter die Zusatzachsen antreiben. Ein weiterer Servomotor hält die Folienspannung am Folieneinzugssystem aufrecht und sorgt für einen vereinfachten Mechanismus, sodass keine Trapezrollen nötig sind. Im Ergebnis bieten die Tiefziehmaschinen der i-Serie ein modulares, leistungsstarkes Design. Tom Fritz, Electrical Engineering Manager bei VC999, erklärt: \“Die Tiefziehmaschine der i-Serie läuft auf einer sehr stabilen Steuerungsplattform, die dazu beiträgt, unseren Kunden die nötige Flexibilität zu bieten.\“ Das Industriel-Ethernet-Netzwerk CC-Link IE Field verbessert die Gesamtanlageneffektivität der Maschine durch hohe Übertragungsgeschwindigkeit und punktet zusätzlich mit reduzierten Verdrahtungs- und Installationszeiten. Durch die hohe Qualität der Automatisierungs-Hardware kann die Maschine mit einer Garantie von 2Mio. Durchläufen geliefert werden.

Steuerungsserie Melsec L

Mit der L-Serie präsentiert Mitsubishi eine leistungsstarke aber kompakte modulare Steuerung, die eine Vielzahl von Funktionen bereits standardmäßig in der CPU integriert hat. Mit ihrem Kosten/Nutzen-Verhältnis und der hohen Benutzerfreundlichkeit ist sie für mittlere Steuerungsanwendungen ausgelegt. Das Konzept der L-Serie, dass ohne Baugruppenträger auskommt, sorgt für eine hohe Systemflexibilität bei wenig Platzbedarf. Die Single-CPU-Architektur beinhaltet eine integrierte Ethernet- und Mini-USB-Schnittstelle, einen SD-/SDHC-Speicherkarten-Steckplatz für Programmspeicher und Datenprotokollierung und 24 digitale E/As für einfache, schnelle Zähl- und Positionieraufgaben. Diese E/As bieten eine Reihe von Funktionen, für die in der Regel separate Module erforderlich sind. Für eine Vielzahl von Anwendungen lassen sich so Hardware-Kosten sinnvoll einsparen. Die Konfiguration der integrierten E/As erfolgt über Parameter mithilfe der Standard-Programmierwerkzeuge. Neben den bereits integrierten Funktionen kann die CPU um bis zu zehn Erweiterungs- und Sondermodule für zusätzliche digitale und analoge E/As, schnelle Zähler, Kommunikationsschnittstellen, Simple Motion oder Positionierung ergänzt werden. Die kompakte Größe, einfache Erweiterbarkeit, Netzwerkfähigkeit und die Vielzahl von integrierten Hochleistungsfunktionen machen die L-Serie nicht nur für autarke Maschinen, sondern auch für vernetzte Stationen in größeren Anwendungen interessant.

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Thematik: Allgemein
Mitsubishi Electric Europe B.V.
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