Automatisierung von SB-Waschanlagen

Saubere Sache

Grips Automation entwickelt, projektiert und realisiert Automatisierungslösungen für ganz unterschiedliche Bereiche - so z.B. auch für Selbstbedienungswaschanlagen. Sowohl beim Bau von Sondermaschinen als auch bei der Serienfertigung setzt der Hersteller als Hardware-Partner auf IPC-Lösungen des Distributors und Systemintegrators Aaronn Electronic.
Bild: Aaronn Electronic GmbH

Ein wichtiges Standbein ist für Grips ist die Ausstattung von Selbstbedienungs-Autowaschanlagen mit einem Online-System zur Automatisierung. Hier stellt das Unternehmen eine Software-Plattform zur Verfügung, die von der Maschinensteuerung über die Bedienung und Analyse bis hin zum Online-Bezahlsystem sowohl die Anforderungen der Betreiber als auch der Endkunden abdeckt. Sie kommt in den Anlagen von WWB Carwash (ehemals Nilfisk) zum Einsatz, die je nach Ausführung bis zu neun Waschplätze bieten. Die Bedienung erfolgt über eine intelligente, online-fähige Steuerung und ein intuitives Touchdisplay. Hinter dem sitzt die auf dem Grips-Automatisierungslösung, die auf einem Advantech-Board vom Typ MIO-2360 basiert.

Bild: Aaronn Electronic GmbH

Balance zwischen Trends und Bedarf

In diesem Bereich gibt es ähnliche Anforderungen wie beim Sondermaschinenbau: „Einerseits sind Langzeitverfügbarkeit und Kompatibilität wichtig“, sagt Guido Grimberg, Geschäftsführer von Grips Automation. „Andererseits wollen wir bei der Hardware immer auf dem aktuellen Stand sein und zeitnah neue Trends aufgreifen.“ Innovation muss zudem zielgerichtet und zweckgebunden erfolgen, da auch das Preis/Leistungs-Verhältnis eine wichtige Rolle spielt. Der Ansatz, möglichst leistungsfähige Komponenten zu verwenden, führt deshalb nicht zum Erfolg. Die Kunst ist es vielmehr, genau die passende Kombination auszuwählen. Im Fall der Carwash-Anwendung spielte auch die Größe des Embedded-PCs eine Rolle, da er auf der Rückwand des Displays Platz finden muss. Außerdem erfordert die Ansteuerung des Displays eine spezielle Anpassung der Kabel. Nach intensiver Abstimmung wurde zunächst das Advantech-Board MIO-2261 eingesetzt, seit 2018 kommt das Modell MIO-2360 zum Einsatz.

Zukunftsweisende Steuerung und Visualisierung

Für die Verwendung in der Steuerung der Waschanlagen sind die verfügbaren Entwicklungswerkzeuge, der Bildschirmzugriff, die digitalen IO-Möglichkeiten und die Zuverlässigkeit wichtig. Es geht um eine moderne Steuerungs- und Visualisierungslösung, die in Echtzeit Daten von der Maschine bis zum Endnutzer bereitstellen kann. Der Single-Board-PC MIO-2360 erfüllt mit dem Pico-ITX-Format die Anforderungen an eine kompakte Bauform. Mit Dual-Display-Support (24bit LVDS+VGA und HDMI) ist der geeignete Bildschirmzugriff gewährleistet. Mit zwei integrierten USB2.0-Anschlüssen und zwei seriellen Schnittstellen (RS232/422/485), einer 8bit-Allzweckein- und -ausgabe (GPIO) und einem SMBus ist er gut ausgestattet. Hinzu kommen rückseitig VGA, optional HDMI 1, zweimal USB3.0 und die Stromversorgung. Als Prozessoren sind Modelle aus den Reihen Intel Pentium N4200/Celeron, N3350/ Atom E3900 möglich.

Unterstützung vom Hardware-Lieferanten

„Aaronn hat uns rechtzeitig informiert, als das MIO-2261 abgekündigt wurde. Außerdem wurde der potenzielle Nachfolger vor dem Einsatz ausführlich und mit mehreren CPU-Varianten getestet. Ebenfalls zu schätzen weiß Grimberg, dass Aaronn als One-Stop Shop ein komplettes Bundle liefern kann und die Rechner vorkonfiguriert in seiner Firma ankommen. Dazu setzt der Anbieter den richtigen DDR4-Speicher ein, wählt die passende SSD aus und spielt das in Abstimmung mit Grips erstellte, kundenspezifische Image auf – in diesem Fall Windows 10 IoT. „Wir haben uns mit Unterstützung von Aaronn bewusst für einen SBC entschieden, der zwar genau die Anforderungen an seinen Haupteinsatzzweck erfüllt, sich aber auch flexibel für andere Zwecke nutzen lässt“, resümiert Grimberg.

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