Kooperation für standardisierte Automatisierung

Hainzl und Kappa haben in einem unternehmensübergreifenden Projekt die Automatisierung im Anlagenbau standardisiert. Automatisierungstechniker können nun bereits beim Start eines Projekts sämtliche Routinearbeiten per Knopfdruck automatisch vorkonfigurieren.
Die Automatisierungstechniker bei Hainzl und Kappa können nun bereits beim Start eines neuen Projekts sämtliche Routinearbeiten per Knopfdruck automatisch vorkonfigurieren.
Die Automatisierungstechniker bei Hainzl und Kappa können nun bereits beim Start eines neuen Projekts sämtliche Routinearbeiten per Knopfdruck automatisch vorkonfigurieren.Bild: Hainzl Industriesysteme GmbH

Die Ingenieurwissenschaften durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel. Mechanik und Konstruktion verlieren im klassischen Maschinen- und Anlagenbau an Bedeutung, die Automatisierungstechnik gewinnt Terrain. Innovationen werden nicht mehr von verfeinerter Konstruktion getragen, sondern von der Produkt- und Anlagenintelligenz. Eine wesentliche Rolle spielt die Automatisierungstechnik. Reibungslose Funktion und Abläufe, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen fußen zunehmend in einer intelligenten Betriebsweise und der Vernetzung der Einzelsysteme und gesamter Anlagen.

Kreativität fördern

Zum Aufgabenbereich von Automatisierungstechnikern zählen sowohl wiederkehrende Arbeiten als auch Kreativleistungen. Die Automatisierungstechniker von Kappa und Hainzl Industriesysteme haben in den letzten zehn Jahren aus den umgesetzten Lösungen den Kappa Standard definiert. Das Ergebnis ist heute eine Bibliothek mit hunderten Standardbausteinen für Aufgaben der Abluft-, Raumluft- und Energietechnik. Damit kann Kappa den Großteil von Automatisierungsaufgaben abbilden. Die konsequente Standardisierung bildet auch die Basis für den nächsten, logischen Schritt: Es gilt, den verhältnismäßig hohen Anteil von Routinearbeiten bei der Automatisierung zu reduzieren. Gemeinsam haben die Unternehmen daher das Projekt ACG (automatische Code-Generierung) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Routinetätigkeiten in der Programmierung zu automatisieren. Dadurch ist es möglich, bereits beim Projektstart Routinearbeiten auf Knopfdruck automatisch vorzukonfigurieren. Die Grundlage dafür ist eine intelligente Softwarestruktur. Sie ist fähig, ihre Parameter sowie die Softwarearchitektur an die jeweiligen Prozesse und Umgebungen anzupassen. Dadurch soll der Techniker entlastet werden und mehr Raum für Kreativleistungen gegeben werden.

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Bild: Neuron GmbH
Bild: Neuron GmbH
Einfach, schneller und 
zukunftssicherer

Einfach, schneller und zukunftssicherer

Funktionale Sicherheit ist eine zentrale Aufgabe in der Entwicklung von Automatisierungsanwendungen, da sie der wesentliche Baustein zum Schutz von Mensch, Maschine und Umwelt ist. In einer sich stark verändernden Welt entwickelt sich auch das Thema Safety permanent weiter – Cyber Security, Multicore-Anwendungen und KI lassen grüßen. Das SPS-MAGAZIN hat darüber mit zwei Safety-Experten gesprochen: Axel Helmerth und Robert Mühlfellner, beide CTOs für Functional Safety & Embedded bzw. Engineering Tools & Runtimes bei Neuron Automation, erläutern die Trends und Herausforderungen im Bereich Functional Safety und wie man als Komponentenhersteller schneller zu einer zukunftssicheren Lösung kommt. Dabei geht es auch über die Bedeutung des Fachkräftemangels und welche Rolle künstliche Intelligenz in Zukunft übernehmen kann.

mehr lesen
Bild: Syntegon Technology GmbH
Bild: Syntegon Technology GmbH
Zeit- und kostensparende Modernisierung

Zeit- und kostensparende Modernisierung

Auch wenn der Firmenname selten auf dem Etikett auftaucht, finden sich die Milchprodukte und Getränke von Gropper in Supermärkten in ganz Europa. Um dem hohen Produktionsdruck der Branche gerecht zu werden, braucht es effiziente Anlagen, die ihre Leistung über Jahrzehnte aufrechterhalten – und technisch auf dem neuesten Stand bleiben. Vorausschauendes Obsoleszenzmanagement spielt dabei eine wesentliche Rolle. Claus Mayr, stellvertretender Abteilungsleiter bei Gropper, und Helmut Weissenbach, Projektleiter bei Syntegon, erklären im Interview, wie sie Anlagenmodernisierungen zeit- und kostensparend durchgeführt haben.

mehr lesen
Bild: Nilpeter GmbH
Bild: Nilpeter GmbH
Die Zukunft des 
Flexodrucks

Die Zukunft des Flexodrucks

Der Flexodrucker Nilpeter und B&R haben gemeinsam ein Bildverarbeitungssystem entwickelt, das die Makulatur reduziert, die Qualität verbessert und den Arbeitsaufwand verringert. Es soll einen neuen Standard für die Beibehaltung der Farbregistergenauigkeit auch bei ultraflexiblen Materialien setzen. Die Mikrosekunden-genaue Synchronisation zwischen Bewegung und Bildverarbeitung gewährleistet eine konstante Druckqualität und macht das System so besonders.

mehr lesen