Corona-Strategien
Verbindlicher Stufenplan am beliebtesten
Bild: ifo Institut

Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland beurteilen die teilnehmenden Ökonomen einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts einen verbindlichen Stufenplan für Lockerungen nach gemessener Inzidenz am positivsten. Rund 55% sehen diese Strategie „eher positiv“ oder „sehr positiv“. Nur ein knappes Viertel beurteilt diese Strategie „eher negativ“ oder „sehr negativ“. Auf Platz zwei folgt eine Strategie, die große Parallelen zu No-Covid aufweist und Lockerungen erst dann vorsieht, wenn die regionalen Gesundheitsämter neue Infektionsfälle verlässlich und schnell nachverfolgen können. Rund die Hälfte der teilnehmenden Ökonomen beurteilt diese Strategie „eher positiv“ oder „sehr positiv“. 30% bewerten sie „eher negativ“ oder „sehr negativ“. Lockerungen für den Einzelhandel bei einer gemessenen Inzidenz unter 35 erhalten ähnlich hohe Zustimmungswerte wie weitreichendere Lockerungen: auch für Kultureinrichtungen, die Gastronomie und das Gastgewerbe bei derselben Inzidenz. Jeweils 43% der Befragten beurteilen die Strategien als „eher positiv“ oder „sehr positiv“. Gleichzeitig treffen weitreichendere Lockerungen über den Einzelhandel hinaus auf Ablehnung. Auf starke Ablehnung stoßen sofortige und umfängliche Lockerungen. Zwar sehen jeweils gut 10% der teilnehmenden Ökonomen diese Strategie „eher positiv“ oder „sehr positiv“, allerdings wird sie von rund einem Viertel „eher negativ“ beurteilt und von knapp der Hälfte sogar als „sehr negativ“. Um die Corona-Pandemie effektiv zu bekämpfen fordern die teilnehmenden Ökonomen zudem eine massive Ausweitung der Teststrategie, einen gezielteren Schutz der Risikogruppen und eine Abkehr von Inzidenzwerten als einziges Kriterium für Öffnungen.

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