FTS? Attraktiv für Antriebsanbieter!

Über mehr als drei Jahrzehnte gewachsen, ist das Themenspektrum im SPS-MAGAZIN heute sehr umfangreich. Manche Aspekte wurden mittlerweile in eigene Magazine ausgelagert, thematisch angrenzend aber auch neue Medien ins Leben gerufen. Hier gibt es immer wieder spannende Überschneidungen mit dem SPS-MAGAZIN, wie wir mit diesem neuen Format ab jetzt regelmäßig unterstreichen.

Der erste Brückenschlag geht aus der Antriebstechnik in die Robotik – genauer gesagt in die mobile Robotik. Vergleicht man Produktion und Intralogistik, dann ist der erstgenannte Bereich in Sachen Automatisierung meist schon weiter. Umso höher ist das noch zu hebende Potenzial auf der anderen Seite. Deswegen versuchen Automatisierer und Antriebsanbieter in der Regel auch die Inralogistik mit bestehenden Produkten zu adressieren – oder mit neuen speziell ausgelegten Varianten. Ein Bereich, an dem das zweifelsfrei abzulesen ist, sind fahrerlose Transportlösungen, kurz FTS.

Hierzulande findet man die automatisiert navigierenden Einheiten immer öfter. Im Automobilbau sowieso aber auch bei den anderen Größen der produzierenden Industrie. Selbst im Mittelstand werden mehr und mehr FTS eingesetzt. Andere europäische Länder und gerade die amerikanischen und einige asiatische Märkte sind noch nicht so weit. Dass sich diese Situation vermutlich schnell ändert, betont Frauke Itzerott, Redakteurin unserer Schwesterzeitschrift ROBOTIK UND PRODUKTION, in ihrem aktuellen Editorial.

Sie zitiert eine Studie des Marktforschers Interact Analysis, die dem Segment der fahrerlosen Transportsysteme und mobilen Roboter ein rasantes Wachstum und viele neue Anwendungsoptionen prognostiziert. 2021 gab es hier bereits ein Wachstum von 70 Prozent. Laut Studie wurden im vergangenen Jahr vermutlich schon mehr als 100.000 mobile Einheiten ausgeliefert. Bis 2027 wird erwartet, dass die Anzahl der installierten FTS mehr als vier Millionen erreichen wird.

Diesen Trend gehen auch viele Anbieter kompakter Antriebslösungen mit. Schließlich wartet ein lukratives Marktsegment, das man mit Lösungen aus dem klassischen Maschinenbau gut bedienen kann. Die Anforderungen, die FTS an Motoren und Getriebe stellen, sind auf beiden Seiten ähnlich: Möglichst kompakt, möglichst robust und auch möglichst durchgängig integriert, sollen die Antriebseinheiten für FTS & Co. sein. Keine Rocket Science für die üblichen Verdächtigen der Branche. So sind auf der kommenden Logimat einige Namen, über die man regelmäßig im SPS-MAGAZIN liest, mit solchen Antriebslösungen vertreten.

Der Schwerpunkt ‚Mobile Robotik und FTS‘ in der ROBOTIK UND PRODUKTION 2/2023 zeigt wiederum eindrucksvoll auf, welche fahrerlosen Entwicklungen daraus entstanden sind. Dass es nicht einmal nur um Lösungen für die Intralosgistik geht, belegt das faszinierende Anwendungsbeispiel von Neugart-Planetengetrieben in der Erlebnisgastronomie. Interesse geweckt? Direkt zum E-Magazin-Service der Schwesterpublikationen geht es über den QR-Code auf dieser Seite.

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