Sensorik macht smart

Neue smarte Sensoren sorgen in mobilen Anwendungen für die exakte Erfassung von Winkel, Höhe, Neigung und Geschwindigkeit. Dabei dürfen die entsprechenden Safety-Anforderungen natürlich nicht zu kurz kommen.

Ob in Gabelstaplern, Reach-Stackern oder fahrerlosen Transportsystemen (FTS): Im Bereich der Flurförderfahrzeuge sind intelligente Sensoren heute nicht mehr wegzudenken. Die exakte Erfassung von Position, Winkel, Neigung, Geschwindigkeit und Hubhöhe werden immer mehr zum integralen Bestandteil intelligenter Flurförderfahrzeuge.

Unverzichtbar in fahrerlosen Transportsystemen

So übernehmen die Sensoren bei den autonom fahrenden Systemen schon seit eh und je die wichtigsten Regelfunktionen. Doch auch in immer mehr personengeführten Fahrzeugen unterstützen intelligente Sensor-Lösungen den Fahrer. Hierfür sprechen klare Vorteile: Smarte Systeme sparen Zeit, reduzieren menschliche Fehler, verbessern die Produktivität und sorgen vor allem für mehr Sicherheit. Abläufe können automatisiert durchgeführt werden oder dem Fahrer nützliche Informationen wie Hubhöhe, Gabelposition oder Hubmastneigung angezeigt werden. Um diese Funktionen sicher und einfach realisieren zu können, hat der Anbieter Siko neue Seilzuggeber, Winkelgeber und Neigungssensoren im Produktprogramm.

Redundante Seilzuggeber

So hat das Unternehmen kürzlich redundante Seilzuggeber vorgestellt, welche die Sicherheitsanforderungen im Gesamtsystem nach SIL2 und PLd erfüllen. Die Seilzuggeber vom Typ SG32, SG42 und SG62 werden in Gabelstaplern und FTS-Systemen unter anderem zur sicheren Erfassung der Hubmasthöhe eingesetzt. Die genannten Modelle bieten erhöhte Sicherheit durch eine spezielle und vollständig redundante Sensorik, die zur absoluten Erfassung der Position eingesetzt wird. Zwei von sich komplett getrennte Sensorsysteme erfassen die Position absolut und geben diese getrennt als Analogsignale aus. Mit Messlängen zwischen 3 und 6m eignen sich diese Seilzuggeber für die genaue Erfassung der Hubmasthöhe an fahrerlosen Transportsystemen. Für Gabelstapler stehen Versionen für bis zu 15m zur Verfügung. Alle Sensoren sind mit den redundanten Schnittstellen, Potentiometer, analoge Strom oder Spannung sowie CANopen verfügbar.

Außergewöhnliches Design

Für Fahrzeuge, in denen aus konstruktiven Gründen kein Seilzuggeber verbaut werden kann, bietet Siko den inkrementalen Drehgeber IG-O an. Er bietet dem Konstrukteur durch ein außergewöhnliches Gehäusedesign bei der Hubmasthöhenerfassung viele Vorteile. So ist der Drehgeber in ein Zahnriemenrad integriert und hierdurch sehr platzsparend zu verbauen. So können am Hubmast vorhandene Zahnriemen in Kombination mit dem Drehgeber IG-O genutzt werden, um einfach und kostengünstig die Hubmasthöhe zu erfassen. Aufwendige mechanische Adaptionen entfallen vollständig.

Geber für die Lenkwinkelerfassung

Speziell zur Lenkwinkelerfassung an fahrerlosen Transportsystemen hat Siko mit dem AH25S einen kostengünstigen, platzsparenden und robusten Winkelgeber vorgestellt. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden, wurde hier ein absoluter Miniaturwinkelgeber mit Sacklochholwelle entwickelt. So ist er einfach zu montieren und bietet mit seinem robusten Druckgussgehäuse eine Alternative zu bestehenden Sensoren aus Kunststoff. Die genaue Abtastung erfasst absolut über 360° mit einer Auflösung von 12bit und gibt die Winkelposition ohne Zeitversatz über die analoge Schnittstelle aus. Wählbar sind unterschiedliche analoge Schnittstellen, wie etwa 4 bis 20mA, 0 bis 20mA, 0 bis 10V oder 0,5 bis 4,5V. Ein besonderes Augenmerk wurde bei diesem Winkelgeber auf die EMV-Verträglichkeit gelegt. So sorgt ein spezieller Teil der Elektronik dafür, dass das System auch unter widrigen EMV Bedingungen einwandfrei arbeitet. Dies bietet gegenüber anderen Sensoren ohne Schutzschaltung deutliche Vorteile.

SIKO GmbH
http://www.siko.de

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