Jubiläum bei Helmholz

35 Jahre Resilienz

Mit einem Fest für Mitarbeiter und Partner hat der mittelständische Automatisierungsanbieter Helmholz das 35-jährige Firmenbestehen gefeiert. Die beiden Geschäftsführer Karsten Eichmüller und Carsten Bokholt betonen anlässlich des Jubiläums: Resilienz, also die Fähigkeit zeitnah auf Veränderungen im Markt zu reagieren, habe schon seit der Gründung des Unternehmens im Fokus gestanden und sei die Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens.
Bild: TeDo Verlag GmbH

Im Jahr 1988 gründete Manfred Helmholz in Erlangen-Dechsendorf ein Ingenieurbüro für Software und Anlageninbetriebnahme. 35 Jahre später hat sich daraus ein mittelständischer Automatisierungsanbieter mit rund 100 Mitarbeitenden entwickelt. Schon zwei Jahre nach der Gründung stellte Helmholz erste eigene Produkte für Simatic S5 vor, zehn Jahre später verschob sich der Fokus mehr und mehr in Richtung Simatic S7. Nach Stationen in den fränkischen Orten Heßdorf-Untermembach und Weisendorf, liegt der Firmenstandort von Helmholz seit 15 Jahren in Großenseebach.

Von der ursprünglichen Ausrichtung auf die Simatic-Welt ist heute nicht mehr viel übrig. Heute prägen vor allem offene Automatisierungs- und Kommunikationslösungen das Angebot des Unternehmens. Wichtige Bausteine bilden etwa die Rex-Routerfamilie samt Fernwartungsportal myRex24, das NAT-Gateway/Firewall Wall IE oder das Feldbus-I/O-System TB20. „Es war für den Erfolg entscheidend, sich von der S7-Welt zu entkoppeln“, betont Carsten Bokholt, der 2016 zusammen mit Karsten Eichmüller die Geschäftsführung von Manfred Helmholz übernahm. „Diese neue Denk- und Herangehensweise haben wir dann zum Anlass genommen, ein eigenes I/O-System frei nach unseren Vorstellungen zu gestalten.“ Das TB20-System nimmt heute eine spezielle Rolle im Portfolio ein. „Bei vielen Kundengesprächen stehen die I/Os gar nicht im Fokus“, erklärt Eichmüller. „Umso mehr erfreuen sie sich aber als verbindendes Element großer Beliebtheit – also, um die Netzwerkprodukte von Helmholz untereinander und nach außen hin anzubinden.“

Easy to Use und Nachhaltigkeit

In diesem Sinne soll das Protokollangebot des I/O-Systems weiter ausgebaut werden. Auch mit den Routern und Gateways will man zusätzliche Bereich und Anwendungen erschließen. Dabei kommt auch das Thema Usability ins Spiel. „Der Kunde soll sich ja voll und ganz auf seine Kernkompetenz konzentrieren können: den Maschinenbau“, sagt Bokholt. „Heute, wo Firmen branchenübergreifend mit dem Fachkräftemangel kämpfen, ist das Schlagwort Easy to Use in aller Munde. Bei Helmholz hingegen ist es schon immer Programm.“ Ein weiteres Schlagwort, dem sich der Automatisierungsanbietern verschrieben hat, ist die Nachhaltigkeit. Im eigenen Selbstverständnis fußt sie vor allem auf der regionalen Verwurzelung. „Local Sourcing, kurze Arbeits- und Logistikwege und damit verbundener Ressourcenschutz: Das haben wir immer schon so gemacht“, führt Eichmüller aus. „Bis auf ein Software-Entwicklingsbüro in Kroatien erfolgt die gesamte Wertschöpfung in Großenseebach.“ Um die Lieferketten weiter zu verkürzen, wird der Stammsitz aktuell um eine weitere Produktionshalle mit über 1.000qm erweitert. Dort soll der Bestückungsdienstleister im Herbst einziehen. „Made in Germany ist bei uns Programm“, unterstreicht. Bokholt. „Nicht nur als Markenzeichen für Qualität, sondern auch für die Flexibilität, mit der wir unsere Kunden bedienen.“

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