Menschen, Flüssigkeiten, fahrerlose Fahrzeuge
Neue Features für den digitalen Zwilling
Im Maschinenbau ist der Druck immens gestiegen, hochwertige Lösungen in sehr kurzer Zeit auszuliefern. Durch die virtuelle Inbetriebnahme können Maschinen schon während der Entwicklung eingehend getestet und so Fehler frühzeitig vermieden werden. Machineering hat seine Simulationsumgebung iPhysics jetzt um einige Features erweitert.
Bild: machineering GmbH & Co. KG

Weil Maschinen und Produktionsstraßen vom Werker bedient werden, hat Machineering damit begonnen, den Mensch in die Simulation zu integrieren. Aus Sicht des Unternehmens müssen die so genannten Humans künftig Teil des gesamten Planungsprozesses sein. Die Software bietet jetzt schon eine Möglichkeit, manuelle Arbeitsstationen und Menschen in der Montage in die Simulation und die virtuelle Inbetriebnahme zu integrieren. Entsprechend können manuelle Arbeitsplätze digital abgebildet, Handhabungsprozesse im Detail gestaltet und verbessert werden.

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Flüssigkeiten und FTS

Flüssigkeiten zu simulieren ist immer noch eine Herausforderung. Weil sie aber oft wichtige Elemente im Produktions- und Abfüllprozess sind, treibt Machineering diese Entwicklung gemeinsam mit der TU Weihenstephan im Rahmen eines Forschungsprojekts voran. Bei der physikbasierten virtuellen Inbetriebnahme fehlten bislang die Flüssigkeiten, was gegebenenfalls große Ungenauigkeit bei der Simulation zu Folge hatte. In den nächsten Monaten soll eine entsprechende Physik-Engine fertig gestellt werden und ab 2022 als Feature von iPhysics verfügbar sein.

„Für uns und unsere Kunden ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Dr. Georg Wünsch, Gründer und CTO der machineering GmbH & Co.KG. „Die Simulation von Flüssigkeiten unterschiedlicher Viskosität wird gerade für die Getränkeindustrie, aber auch für andere Branchen einen großen Mehrwert schaffen.

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind aus der Industrie kaum mehr wegzudenken – gerade in der Logistik, der Automobilindustrie oder der Medizintechnik. Dabei müssen auch im Engineering die Voraussetzungen geschaffen werden, um FTS reibungslos einsetzen zu können. Machineering hat die Simulation von fahrerlosen Transportsystemen auf ein neues Level gehoben, so dass beliebige Szenarien jetzt noch einfacher abgebildet und Anpassungen noch leichter vorgenommen werden können.

Komponenten und Schnittstellen

Schon seit 2018 steht den iPhysics-Nutzern eine stetig wachsende Komponentenbibliothek zur Verfügung. Dort sind die virtuellen Modelle einer Vielzahl an Sensoren, Greifern oder auch Antrieben hinterlegt. Die komplexen Nachbildungen der einzelnen Komponenten können via Drag&Drop unkompliziert in die Simulation übernommen werden. Die enthaltene 3D-Kinematik beinhaltet zudem Spezifikationen der einzelnen Komponenten. So wird z.B. das Wirkprinzip der jeweiligen Sensoren übernommen, die Art des Antriebs (elektrisch oder hydraulisch) oder ob ein elektrischer Anschluss als Einzelsignal oder als gesamtes Bussystem funktioniert. Die Komponentenbibliothek soll es ermöglichen, schnell 3D-Modelle einzelner Komponenten über die CAD-Schnittstelle in das Simulationsmodell zu übertragen. Damit werden alle in der Entwicklung verwendeten Komponenten während der virtuellen Inbetriebnahme automatisch berücksichtigt. Der Einsatz von bereits modellierten Komponenten lohnt sich gerade dann, wenn die endgültige Entscheidung über die zu verwendete Komponente noch nicht getroffen wurde. Die Komponentenbibliothek wurde zuletzt durch die Integration neuer Antriebe von Festo, SMC oder auch Beckhoff erweitert.

Der kontinuierliche Ausbau an verfügbaren Schnittstellen zu diversen Komponentenherstellern und Lösungsanbietern steht bei Machineering schon seit Jahren auf der Agenda. In den letzten Monaten wurde die Zusammenarbeit mit Partner wie Eplan, Schneider Electric, B& oder Rexroth intensiviert. Zudem wurden neue Schnittstellen zu Epson, ABB-Studio sowie Fanuc und Kuka geschaffen und stehen ab sofort standardmäßig zur Verfügung.

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