Dauerfestigkeitsprüfung von Fahrzeugkomponenten

Partnerschaftlich zum Prüfstand

Das Testlabor CTI benötigte für die Dauerfestigkeitsprüfungen von Fahrzeugkomponenten in der Automobilindustrie einen maßgeschneiderten Simulationstisch. Eine passende hydraulische Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Firma Moog realisiert.
Moog hat für CTI Suzhou in China einen hydraulischen Simulationstisch maßgeschneidert.
Moog hat für CTI Suzhou in China einen hydraulischen Simulationstisch maßgeschneidert.

Das Testlabor Centre Testing International Corporation (CTI) im chinesischen Suzhou hat für seine Dauerfestigkeitsprüfungen einen maßgeschneiderten hydraulischen Simulationstisch von Moog abgeschlossen. Das unabhängige Labor hat sich auf Prüf-, Kalibrierungs-, Inspektions-, Zertifizierungs- und technische Dienstleistungen spezialisiert. Als Anbieter von Dauerfestigkeitsprüfungen von Fahrzeugkomponenten benötigte CTI eine Mehrachsen-Straßensimulationslösung für das Unternehmen GM Patac. Das Joint Venture von General Motors und der Shanghai Auto Group ist inzwischen als renommierte Fahrzeugforschungs- und Entwicklungseinrichtung in China anerkannt und ist einer der wichtigesten CTI-Kunden.

Der hydraulische Simulationstisch von Moog beim Testversuch mit einem Fahrzeugmotorblock bei CTI Suzhou.
Der hydraulische Simulationstisch von Moog beim Testversuch mit einem Fahrzeugmotorblock bei CTI Suzhou.

Simulationstisch nach Maß

Der hydraulische Simulationstisch besteht aus einer kompakten sowie leichten Plattform und Grundplatten, auf der spannungsresistente hydrostatisch gelagerte Zylinder befestigt sind. Um den anspruchsvollen Anforderungen der Anwendung zu genügen, wurde das System in mehreren Punkten angepasst. Zur Vervollständigung des Tests hatte CTI eine Fahrzeughälfte und eine Antriebsstrangvorrichtung sowie Stützen als Haltevorrichtung zur Verbindung der Prüfkörper (Motor, Getriebe, Heck) mit dem Tisch vorbereitet. Moog hatte einen Drehantrieb mit einer Verbindungsvorrichtung entworfen, die dazu dient, dem Motor ein Eingangsdrehmoment zuzuführen und auf diese Weise ein Motorausgangsdrehmoment zu simulieren und den Prüfkörpern bei Beschleunigungs-/Abbremsmanövern Kraft zuzuführen. Ein zusätzliches elektrisches Heizsystem diente dazu, die Umgebungstemperatur aller Montagebereiche zu simulieren. Die Temperaturregelung wurde durch ein SPS-gesteuertes Heißluftgebläse und Temperatursensoren ermöglicht, die Sollwerttemperatur wurde über die CAE-Wärmeanalysegeneriert oder durch Abspielen von gemessenen Werten (Realfahrt).

Simulationszeit verringert

Eine weitere Besonderheit des hydraulischen Simulationstisches ist die Art und Weise, wie die Software dazu genutzt wird, die Gesamtdauer der Straßensimulationsfestigkeitsprüfung zu verringern und dabei die straßenbedingten Ermüdungsschäden an den Prüfkörpern beizubehalten. Während der Erprobung der Montagefestigkeit werden Straßenrohdaten vom Testgelände für Fahrten unter Extrembedingungen über ein Datenerfassungsgerät mit Messwertgebern in entscheidenden Fahrzeugpositionen gesammelt, um genügend Iterationsgüte- und -korrelationssignaldaten zu erhalten. Nach Erfassung der Rohdaten werden abweichende Signale und Signale mit geringerer Amplitude analysiert und entfernt, indem eine Rohsignalamplitude im Zeitbereich, ein Autoleistungsspektrum im Frequenzbereich und Rain Flow /Pseudoschäden im Ermüdungsbereich festgelegt werden.

Komplexe Testanforderungen

Die maßgeschneiderten Lösung wäre ohne die tatkräftige anwendungstechnische Unterstützung und Beratung durch das in China ansässige Technikerteam von Moog und die nahtlose Zusammenarbeit von Lieferant und Kunde bei der Entwicklung nicht zustande gekommen. Aufgrund der komplexen Testanforderungen hatte sich CTI an Moog gewandt, insbesondere wegen des Renommees von Moog für seinen Kundensupport vor Ort mit einem globalen Expertenteam. Der flexible Entwurf der Simulationstische von Moog ermöglichte außerdem eine einfachere Integration mit geringerem Platzbedarf. Das System wurde auf einer bestehenden Plattform von Bausteinen entworfen, die Leistung und Zuverlässigkeit auf hohen Niveau in einem effizienten Paket bieten, das mühelos an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden kann. Moog hat in enger Partnerschaft mit CTI Suzhou zusammengearbeitet und in allen Projektphasen mitgewirkt – durch Beratung beim Lösungsentwurf, fachgerechte Installation und Inbetriebnahmeleistungen, damit die Lösung den Bedürfnissen und Zielen des Kunden entspricht. „Als global tätiges Unternehmen haben auf der ganzen Welt Experten und Anlagen im Dienste unserer Kunden“, sagt Will Opie, Generalmanager des weltweiten Testbetriebs von Moog. „Inzwischen bieten wir Betreuung vor Ort durch Teams in unmittelbarer Nähe unserer Kunden an, die Ressourcen und Experten aus unserer weiteren weltweiten Organisation anfordern können.“

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Moog Inc.
http://www.moog.com

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Bild: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG
Bild: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG
Smart Farming: Mit dem Roboter aufs Feld

Smart Farming: Mit dem Roboter aufs Feld

Wie und vor allem wer kann die Nahrungsproduktion auch in Zukunft effizient umsetzen? Um diese Herausforderungen meistern zu können, braucht der Mensch Unterstützung. Die moderne Automatisierungs- und Antriebstechnik haben das Potential, die Effizienz in der Landwirtschaft erheblich zu steigern. Faulhaber bietet für den Smart-Farming-Bereich bereits ein breites Spektrum passender Antriebe.

mehr lesen
Bild: Thomson Industries Inc.
Bild: Thomson Industries Inc.
Elektrische Alternative zu Hydraulik- oder Pneumatikzylindern

Elektrische Alternative zu Hydraulik- oder Pneumatikzylindern

Elektrische Linearaktoren heben die Materialhandhabung auf ein neues Niveau. Angesichts der digitalen Transformation, die das Potenzial der Automatisierung auf mehr Achsen ausdehnt, sowie elektrischen Linearaktoren, die immer höhere Lasten bewegen, stellen immer mehr Entwickler von Systemen für den Materialfluss hydraulische und pneumatische Antriebssteuerungen auf elektrische um, insbesondere bei neuen Projekten. Entsprechend reagieren die Anbieter von Linearaktoren mit Innovationen, um die Möglichkeiten der automatisierten Materialhandhabung in Bezug auf Lastmanagement, Dimensionierung, Intelligenz, Langlebigkeit, Energieeffizienz, Sicherheit und Ergonomie zu erweitern.

mehr lesen