Programmiersuite der Zukunft

Mehr als 20.000 Installation weltweit - jetzt folgt die Neu-Entwicklung der Programmiersoftware
Seit mehr als 20 Jahren entwickelt logi.cals Programme für die Automatisierungstechnik in verschiedenen Marktsegmenten. Durch die Ausrichtung der Produkte im Bereich der SPS-Programmierung auf den Einsatz im OEM-Bereich hat das Unternehmen mit seinem Produkt logi.CAD eine gute Kunden- und Anwenderbasis geschaffen.

Nachdem das Unternehmen in umfangreichen Bedarfs-Workshops mit seinen Anwendern die Ausrichtung und die \’Eckpfeiler\‘ der Neu-Entwicklung diskutiert hat, wurde in Zusammenarbeit mit der TU-Wien und der Uni Magdeburg eine groß angelegte Online-Studie im Bereich des Automations-Engineering durchgeführt. Über die Ergebnisse der Studie wurde bereits an anderen Stellen berichtet. Als Ergebnis der mehr als 1.000.000 Einzelaussagen kann festgehalten werden, dass das Automations-Engineering dringend neue Konzepte benötigt um den fachbereichsübergreifenden Datenaustausch zwischen den Domänen besser zu unterstützen. Damit aber nicht genug. Es ergaben sich auch wichtige Anforderungen an ein SPS-Programmiermittel, welches in eine solche dämonen-übergreifende Werkzeugwelt hinein passt. Folgende Anforderungen wurden konkret benannt:

  • 1. Ein SPS-Programmiermittel soll einfach bedienbar sein.
  • 2. Es soll international einsetzbar sein.
  • 3. Es soll alle Phasen der Projekt-Entwick lung von den ersten Konzep-ten in der Planung, über den Factory-Acceptance Test und die In-betriebnahme und im Besonderen die Betriebsbetreuung un terstützen.
  • 4. Im bidirektionalen Datenaustausch mit anderen Domänen liegt ein erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung.
  • 5. \’Last but not least\‘ sollen moderne Me thoden der Programm-Entwicklung, wie die Versions- und Revisionsverwaltung, die Einbindung eines Requirements-Engi neering-Tools inklusive Tracking der An forderungen und der Verweis zur Imple mentierung möglich sein. Dazu kommen die bekannten Anforderungen an die Ver fügbarkeit der SPS-Programmiersprachen inklusive der fortschreitenden Anforde rung der Einbindung von Hochsprachen wie C, C++ oder C# oder der OOP-An sätze in ST, wie sie aktuell in verschiede nen Gremien der IEC oder im Kontext der PLCOpen diskutiert werden. Dieser Blu menstrauss an Anforderungen kann von einem Unternehmen in \’Eigen-Entwick lung\‘ schwer werden. Deshalb setzt logi.cals auf die Offenheit seiner Neu-Ent wicklung logi.CAD 3. Die Bedeutung von Schnittstellen und der Datenaustausch zwischen den Domänen war eine Basis Anforderung für die zurückliegenden Ent wicklungsschritte und bleibt für die Ge samtentwicklung bestehen.

Die Entwicklungsgeschichte

Die ersten Überlegungen liegen bereits drei Jahre zurück. Immer wieder wurden intern der richtige Startpunkt und die richtige Entwicklungsplattform diskutiert. Durch das Entwicklungprojekt logi.SIL hat das Unternehmen umfangreiches Know-how im Bereich der \’zertifizierten\‘ Software-Entwicklung gesammelt. Die Begleitung durch den TÜV und die Anforderungen der Kunden, welche dieses Produkt als lieferantennahen Entwicklungsauftrag platziert haben, haben zu einem Paradigmenwechsel in der Entwicklung geführt. Die Entwicklung des neuen Produkts wird durch einen weitestgehend automatisierten Prozess unterstützt. Der automatisierte Entwicklungsprozess umfasst die Definition der Anforderungen (Requirement-Specification), die Verfolgung (Tracking) der entwickelten Funktionen, das automatisierte Testen der Funktionen, das Packen der installierbaren Versionen und die Bereitstellung im Internet. Dafür wurden zum Teil neue Werkzeuge aus dem Bereich der Open-Source-Community ausgewählt. Bei der Auswahl wurden zu Beginn umfangreiche Studien in Zusammenarbeit mit der TU-Wien durchgeführt, um hier ein Höchstmass an Entscheidungssicherheit im Unternehmen zu haben. Parallel dazu wurde die Entwicklungsumgebung definiert. Ein wichtiges Entscheidungsmerkmal bei der Auswahl war die Portabilität des Produktes logi.CAD 3. Heute setzt das Unternehmen Eclipse-RCP und verschiedene zusätzliche Werkzeuge ein, um die Software mit bester Qualität und Stabilität zu liefern. Ein wichtiges Merkmal des neuen Entwicklungsprozesses ist beispielsweise, dass im zweiwöchentlichen Abstand Versionen intern verfügbar sind und der Funktionszuwachs somit deutlich sichtbar ist. Mit diesen Entscheidung waren bereits nach nur sechs Monaten die ersten internen Versionen von logi.CAD 3 verfügbar und nun wird die logi.CAD 3 Version 1.0 für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac-OS auf der SPS IPC Drives 2013 vorgestellt.

Engineering-System auf hohem Niveau

Die Software bietet einen umfassenden ST-Editor, dem weitere Editoren nach IEC 6 1131-3 folgen. Dieser ST-Editor enthält alle Features, die in heutigen Entwicklungsumgebungen im Bereich der Hochsprachen ebenfalls verfügbar sind und dort seit Langem für Produktivität und Effizienz bei der Erstellung der Software sorgen. Dazu zählen ein semantischer Content-Assist, weitreichende Refactoring-Unterstützung, lokale Historie zur Rückschau auf die Änderung, die Möglichkeit mehrere Projekte in einem Workspace zu bearbeiten und die Definition von anwenderbezogenen Perspektiven auf den SPS-Code. Daneben sind system- und anwendereigene Templates zur schnellen und einfachen Erstellung der Programme im Portfolio. Auch die Definition von Code-Snippets, welche bei der Programmierung von Standards überaus zeitsparend sind. Der gesamte erstellte Code wird \’on-the-fly\‘ geprüft, um Fehler frühestmöglich zu erkennen. Dabei wird der SPS-Code sofort nach dessen Änderung als \’C-Code\‘ erzeugt, um damit die Code-Generierungszeit wesentlich zu reduzieren. Der zeitliche Einfluss dieser Funktionalität ist auch bei großen Projekten kaum spürbar. Tests mit eigenen Bibliotheken oder der OSCAT-Bibliothek haben die praktische Einsatzfähigkeit untermauert.

Kompatibles Laufzeitsystem

In den internen Anwender-Workshops wurden seitens der Kunden zwei wesentliche Anforderungen formuliert:

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logi.cals GmbH
http://www.logicals.com

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