Mitsubishi Electric Europe B.V.

Entwicklungslösung für CC-Link IE TSN-Gerätehersteller

Mitsubishi Electric sieht in Time-Sensitive Networking die Zukunft und konzentriert seinen Entwicklungsaufwand auf das neue industrielle Kommunikationsnetzwerk CC-Link IE TSN. Neben einem in seiner Gesamtheit kompatiblen Produktportfolio kündigt der Automatisierungsspezialist Entwicklungslösungen für Gerätehersteller an.

Die 1921 gegründete Mitsubishi Electric Corporation mit Stammsitz in Tokio zählt zu den international führenden Herstellern im Bereich Elektrotechnik und Elektronik und unterhält Vertriebsniederlassungen in aller Welt. Der Bereich Factory Automation bietet ein komplettes Automatisierungsportfolio an, das neben CNC-Steuerungen, Laser- und Erodiermaschinen, SPSen, Frequenzumrichtern und Servos auch Industrieroboter sowie Software umfasst.

Das offene Feldbusnetzwerk CC-Link wurde 1997 von der Mitsubishi Electric Corporation entwickelt und 2000 freigegeben, um herstellerunabhängige CC-Link-fähige Produkte zu ermöglichen. Das Management und die Weiterentwicklung der Netzwerktechnologie obliegen seither der CC-Link Partner Association (CLPA). Als einen wichtigen Vorteil der eigenen CLPA-Mitgliedschaft nennt Piotr Siwek, Teamleiter Produkt Marketing Factory Automation EMEA bei Mitsubishi Electric Europe, den Kontakt zu Experten aus anderen Bereichen der Automatisierung, wie beispielsweise der Sensorik, was dem Unternehmen den Ausbau weiterer Partnerschaften zur Entwicklung gemeinsamer Kunden- und Marktlösungen ermöglicht.

„CC-Link IE TSN ist eines der fortschrittlichsten Kommunikationsnetzwerke für die Industrie. Für uns als Komplettanbieter ist ein derart leistungsfähiges Netzwerk sehr wichtig, weil hierüber die verschiedensten Komponenten effektiv miteinander kommunizieren können und effizientes Edge Computing unterstützt wird“, sagt Siwek.

Mitsubishi Electric wird andere CLPA-Partner bei der Entwicklung von CC-Link IE TSN-kompatiblen Produkten unterstützen. „Remote-Stations (Slave-Funktionalität) werden bereits unterstützt – Kunden können die Entwicklungstechnologie wählen, da sowohl das ASIC-Development-Kit als auch der Protokoll-Stack bereits verfügbar sind. Letzterer reduziert den Entwicklungsaufwand ohne Funktionalitätseinbußen auf ein Minimum, während mit der ASIC-Version die TSN-Technologie voll umfänglich genutzt werden kann“, sagt Siwek. Für Anfang 2020 kündigt er die Verfügbarkeit von Development-Kits auch für die Masterstation an, ebenfalls in Form von ASICs und Software-Stack.

Auf der SPS 2019 vom 26. bis 28.November in Nürnberg wird Mitsubishi Electric sowohl auf dem Stand der CLPA (Halle 5, 106) als auch auf dem eigenen Stand (Halle 7, 391) zu den Entwicklungsoptionen für CC-Link IE TSN beraten. Auch werden bereits eigene CC-Link IE TSN-kompatible Produkte vorgestellt, unter anderem SPSen, dezentrale E/A, Bediengeräte und Frequenzumrichter.

Die neue, wegweisende Servotechnologie Melservo-J5 ist in Vorbereitung und wird ebenfalls gezeigt. Den wesentlichen Vorteil von CC-Link IE TSN in diesem Anwendungsbereich sieht Siwek darin, dass die Servoantriebe direkt im selben Netzwerk zu steuern sind, zusammen mit den anderen Automatisierungskomponenten: „Wir können Motion-Controller ohne Performance-Einbußen integrieren und die Achsen in Echtzeit synchronisieren. Der Kunde, der eine Maschine oder Produktionslinie automatisiert, kann das ganze Spektrum an Aufgaben mit einem Netzwerk abdecken. Das senkt die Kosten und spart natürlich auch Zeit.“

Für das vielseitige Kommunikationsnetz sieht Siwek universellen Nutzen: „Schließlich profitiert auch in der EMEA-Region jeder von der auf Ethernet basierenden einfachen Verkabelung und dem geringem Engineeringaufwand – beispielhaft die Automobil- und Verbrauchsgüterindustrie, aber auch die Lebensmittel- und Getränkeindustrie und der Maschinenbau insgesamt. Die Einbindung existierender Ethernet-basierter Netzwerke ist über TSN möglich und sichert so die getätigten Investitionen.“ Bis Ende 2020 will Mitsubishi Electric das gesamte Produktportfolio, einschließlich aller Robotermodelle, mit CC-Link IE TSN-Funktionalität ausstatten.

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Bild: Ceratizit Deutschland GmbH
Bild: Ceratizit Deutschland GmbH
Werkzeuge – immer passend

Werkzeuge – immer passend

Eine digitalisierte Fertigung hat viele Gesichter… und Recker Technik aus Eschweiler setzt ihr auf jeden Fall einen Smiley auf. Dort bringt die Produktion mit digitalen Zwillingen mehr Effizienz in den Alltag sowie gleichzeitig mehr Überblick über das Toolmanagement und die Werkzeugkosten. Mit dabei: Zwei Tool-O-Maten, die intelligenten Werkzeugausgabesysteme von Ceratizit – dank denen immer das passende Werkzeug für den Job zur Hand ist.

mehr lesen
Bild: Hainbuch GmbH
Bild: Hainbuch GmbH
„Wie passende Spanntechnik die Automation voranbringt“

„Wie passende Spanntechnik die Automation voranbringt“

Zunehmend individuellere Kundenanforderungen, mehr Schwankungen im Auftragseingang und weniger Fachkräfte – diese Faktoren beeinflussen die Fertigungsplanung zunehmend. Gerade bei kleinen Herstellungschargen mit Losgrößen unter 100 macht in diesem Spannungsfeld die Automatisierung, etwa von Hainbuch, den Unterschied. Ein entscheidender Ansatzpunkt in der Umsetzung ist neben Maschine, Roboter und Bediener der Rüst- und Spannprozess.

mehr lesen
Bild: Schunk SE & Co. KG Spanntechnik
Bild: Schunk SE & Co. KG Spanntechnik
Futter für die Ewigkeit

Futter für die Ewigkeit

Siemens Energy setzt für die Präzisionsbearbeitung an einer Horizontaldrehmaschine Magnos Elektropermanent-Magnetspannfutter von Schunk ein. Dank der gleichmäßig dauerhaft wirkenden Magnetspannkraft erfolgt das Spannen der Werkstücke deformations- und vibrationsarm – für eine ausgezeichnete Bearbeitungs- und Oberflächenqualität. Mit der zugehörigen App lässt sich die Spannsituation simulieren und sicher parametrieren.

mehr lesen
Bild: Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG
Bild: Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG
Autonome Fertigung gefragt

Autonome Fertigung gefragt

Immer weniger Menschen müssen immer mehr produzieren. Das ist bereits ein langanhaltender Trend, der sich fraglos weiter fortsetzt und sogar zu einer essenziellen Notwendigkeit wird. Bisherige Fertigungskonzepte in der Wälzlagerindustrie benötigen besonders qualifiziertes Personal – selbst oder gerade, wenn diese hoch automatisiert sind. Beim Bedienen, Rüsten und Optimieren ist der Mensch gefragt. Was aber, wenn der Mensch einfach nicht mehr zur Verfügung steht? Supfina bietet hier Lösungen an.

mehr lesen