Die Einsatzfelder für Panel-PCs in der Automatisierung sind vielfältig: Sie können z.B. zur Betriebsdatenerfassung eingesetzt werden, für Shop Floor-Anwendungen wie MES/Arbeitsvorbereitung, Prozessvisualisierung oder Qualitätskontrolle und Dokumentation oder auch als Front End zur Steuerung von Maschinen und Produktionsanlagen. Ebenso vielfältig wie die Anwendungsmöglichkeiten ist auch das Angebot an Panel-PCs. Doch nicht jeder Panel-PC ist auch als Industrie-PC geeignet. Die angebotenen Systeme unterscheiden sich zum Teil erheblich. Und jede Applikation stellt durchaus andere spezifische Anforderungen an die Geräte: Manche erfordern z.B. die Integration von Lesegeräten für berührungslose Funkkommunikation zur Warennachverfolgung oder Auftragszeiterfassung wie RFID, Legic oder Mifare. In anderen Anwendungsfällen, etwa hygienischen Produktionsumfeldern, ist die Möglichkeit der gründlichen Reinigung der PCs mit Hochdruckstrahlern eine wichtige Voraussetzung. Dennoch lassen sich grundsätzliche Kriterien aufstellen, die ein Panel-PC erfüllen muss, um als Industrie-PC gelten zu können. Der nachstehende Kriterienkatalog für einen optimal an das industrielle Umfeld angepassten Panel-PC soll daher als Entscheidungshilfe bei der Suche nach dem geeigneten System dienen. Gesamtkostenrechnung muss stimmen Industrie-PCs sind eine betriebswirtschaftliche Investition. Und bei solchen schaut man natürlich auf den Preis, sodass mancher Anwender aus kurzfristigen Überlegungen möglicherweise geneigt ist, vorschnell mit dem im Anschaffungspreis günstigsten PC-System zu liebäugeln. Doch Industrie-PCs sind langfristige Investitionen, die ausfallfreie Standzeiten über Jahre hinweg aufweisen sollen. Aus diesem Grund lohnt es sich, den Blick neben dem Anschaffungspreis auch auf die Total-Cost-of-Ownership – also die Kosten, die über die gesamte Betriebszeit entstehen können – zu richten. Tut man dies nicht, kann das vermeintlich günstigere PC-Systeme ganz schnell sehr teuer werden. Kosteneffizienter Betrieb Die PCs müssen zuverlässig funktionieren – und das dauerhaft. Schließlich sind Ausfallzeiten und Produktionsstopps sehr kostspielig und würden die durch Effizienzsteigerungen gewonnenen Kostenvorteile schnell wieder zunichte machen. Um dies zu vermeiden, müssen die eingesetzten Panel-PCs also möglichst wartungsarm und ausfallresistent konzipiert sein. Als relevante Maßeinheit dient hier die Mean Time between Failure (MTBF). Speziell für den Industrieeinsatz entwickelte PCs, wie z.B. der Penta Giant, weisen eine MTBF von über 50.000 Stunden auf. Das bedeutet, dass die PCs selbst bei 24Std. Dauerbetrieb mindestens fünf Jahre lang ununterbrochen wartungsfrei arbeiten – und das auch unter den widrigen Umgebungsbedingungen, die im industriellen Umfeld herrschen. Harte Schale, robuster Kern Denn dort setzen Schmutz, Vibrationen und Stöße den PCs permanent zu. Industrie-PCs müssen entsprechend robust konzipiert sein. Dies lässt sich u.a. durch ein widerstandsfähiges Metallgehäuse erreichen, das die Komponenten dauerhaft und zuverlässig schützt. Doch eine \’harte Schale\‘ allein reicht nicht aus. Bei Industrie-PCs muss auch der Kern, also die verbaute Computing-Hardware, robust sein. Aus diesem Grund sollten Industrie-PCs auf rotierende Festplatten oder ausfallanfällige Lüfter verzichten. Stattdessen verfügt beispielsweise der Penta Giant D525 über robuste Compact Flash Disks oder automotive Speichermedien sowie ein passives Kühlkonzept. Und hier wiederum schließt sich der Kreis des robusten Systemdesigns: Denn ein passives und somit lüfterloses Kühlkonzept ermöglicht wiederum den Einsatz komplett geschlossener Gehäuse nach Schutzart IP65, welche das Eindringen von Schmutz und Flüssigkeiten verhindern. Prozessorleistung: Die goldene Mitte treffen Neben den Speicher- und Kühlsystemen hat auch der Prozessor Einfluss auf den Effizienzgrad und dementsprechend auf die Kosten-Nutzen-Bilanz des Industrie-PCs. Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Systeme gilt es bei der Wahl des Prozessors die Goldene Mitte zu treffen. Natürlich muss der PC leistungsfähig genug sein, um alle gestellten Anforderungen bearbeiten zu können. Gleichzeitig soll das System aber auch nicht überdimensioniert und unnötig teuer sein. Zudem sollte der Prozessor energieeffizient genug sein, um ohne Probleme in ein passives Kühlkonzept eindesigned werden zu können. Einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit, Leistung und Engergieeffizienz stellt derzeit beispielsweise der Intel Atom D525 Dual-Core Prozessor dar. Dieser steckt – zusammen mit dem Intel ICH8M Chipsatz mit integriertem Intel GMA 3150 Grafikchip – auch im Penta Giant D525. So verfügt Pentas neuer Panel-PC neben ausreichender Rechenleistung auch über eine im Industrieumfeld vergleichsweise hohe Grafikperformance. Dies ermöglicht die flüssige und detaillierte Darstellung auch grafisch anspruchsvoller und umfangreicher Bedienoberflächen bei hoher Auflösung (max. 1.280×1.024 Bildpunkte) und Farbtiefe. Auch animierte Prozessvisualisierungen und Video-Streams lassen sich ruckelfrei wiedergeben. Effiziente Einbindung durch breite Softwareunterstützung Die Wahl des Prozessors beeinflusst den Effizienzgrad der Industrie-PCs noch in einem weiteren Punkt: der möglichen Einbindung in bestehende Softwarearchitekturen. So bieten Rechner mit beispielsweise ARM-Prozessoren zwar große Vorteile hinsichtlich Energieverbrauch und Preis, verfügen aber im Vergleich zu x86er Prozessoren nur über eine eingeschränkte Softwarekompatibilität. Das heißt, längst nicht jedes Betriebssystem bzw. Software-Programm läuft auf ARM-betriebenen Computern. Auch die Migration von Applikationen über mehrere Prozessoren dieser Kategorie ist deutlich aufwändiger. Industrie-PCs mit x86er Prozessoren wie der Penta Giant D525 hingegen unterstützen alle gängigen Betriebssysteme bis hin zum neuen Windows 7 und lassen sich daher problemlos in bestehende Softwareumgebungen und ERP-Lösungen integrieren. Aufwändige Software-Anpassungen oder teure Neuentwicklungen werden nicht nötig. Ein weiterer Vorteil: Wenn bekannte Betriebssysteme auch auf den neuen Systemen laufen, müssen sich die Nutzer nicht umgewöhnen, sondern können die gewohnte Arbeitsumgebung weiter nutzen – was ökonomisch ist. Bei einer effizienten Bedienung spielt aber selbstverständlich auch das Bedienkonzept eine Rolle. Intuitive Bedienung Die Panel-PCs sollten möglichst einfach und somit effizient zu bedienen sein. Ein besonders intuitives Bedienkonzept ist die Steuerung via Touchscreen, also die Befehls-Eingabe mit Finger oder Stift direkt auf dem Bildschirm, wie man es von Smartphones und Tablet-PCs kennt. Doch auch bei den Touchscreens gibt es verschiedene Technologien, aus denen man die für das industrielle Umfeld passende wählen muss. Zur Auswahl stehen dabei oft die Varianten resistiv oder kapazitiv. Bei der resistiven Touchtechnologie reagiert das System auf den Druck, den der Nutzer bei der Berührung auf das Display ausübt. Kapazitive Touchtechnologie hingegen reagiert auf Veränderungen des im Display erzeugten elektrischen Feldes, die durch den Nutzer bei Berührung des Touchscreens hervorgerufen werden. Im Consumer Bereich sind derzeit kapazitive Touchscreens en vogue aufgrund ihrer sehr vielseitigen Bedienung dank Multitouch-Fähigkeit. Für den Einsatz in der industriellen Automation bietet sich aber prinzipiell eher die resistive Touchtechnologie an. So lassen sich diese Bildschirme uneingeschränkt auch mit dicken Schutz-Handschuhen bedienen – kapazitive Touchscreens dagegen nicht. Ein weiterer Vorteil: Bei der Arbeit an Maschinen können die Finger schnell mal mit Staub oder Öl verschmutzt werden oder in feuchten Produktionsumfeldern können sich Kondensate auf dem Display ansammeln. Während sich resistive Touch- screens auch unter diesen Bedingungen immer noch problemlos bedienen lassen, schränken diese die Bedienbarkeit von kapazitiven Touchscreens aber stark ein. Green-IT: Schont Umwelt und spart Geld Auch in der Industrie wird das Thema \’Green\‘ immer interessanter. Gerade vor dem Hintergrund der verschärften Umweltgesetzgebung und der steigenden Energiekosten werden sparsame PCs immer attraktiver. Echte Green-IT bietet jedoch mehr als nur einen verbesserten Energieverbrauch. Sie muss auch die Herstellung und Entsorgung der PC-Systeme mit berücksichtigen, die für knapp zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist – etwa so viel, wie der internationale Flugverkehr verursacht. Dazu kommt noch der Verbrauch natürlicher Ressourcen für den Bau der Systeme und mögliche Umweltbelastungen durch schwer abbaubare Stoffe bei der Entsorgung. Wirklich umweltfreundliche IT sollte daher zum einen möglichst zuverlässig und langlebig sein und zum anderen über ein modulares Systemdesign verfügen. Durch dieses können einzelne Hardwarekomponenten, wie etwa das Prozessormodul, bei späterem Upgrade-Wunsch oder Defekt separat ausgetauscht werden. Das restliche System bleibt erhalten. Dies ist nicht nur deutlich umweltverträglicher und nachhaltiger, sondern spart auch noch bares Geld, da im Vergleich zum Kauf eines komplett neuen PCs der modulare Austausch von Komponenten bis zu 75% günstiger ist. Damit die Kunden aber auch diese Vorteile des modularen Systemdesigns ausnutzen können, muss der Hersteller die Langzeitverfügbarkeit der einzelnen Module über mehrere Jahre garantieren. Die Penta GmbH bietet mit ihrer patentierten Produktreihe \’Penta G.R.E.E.N\‘ Industrie-PCs, die diesem ganzheitlichen Ansatz entsprechen. Das Akronym G.R.E.E.N steht dabei für \’Germless, Resource-saving, Ecological, Economical und Noiseless\‘. Service ist entscheidend
Nicht jeder Panel-PC ist ein Industrie-PC Kriterien für die Auswahl eines Panel Industrie-PCs
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B) mit insgesamt 16 flexibel nutzbaren Ein- und Ausgängen.
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um eine Mobilfunktechnologie, die speziell für moderne IoT- und M2M-Anwendungen entwickelt wurde.
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen unter extremen Umgebungsbedingungen.
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die Prozessautomatisierung.
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Factory-X-Konsortium zieht Bilanz nach Projektabschluss
Zum Abschluss von zweieinhalb Jahren gemeinsamer Projektarbeit hat das Factory-X-Konsortium beim Abschlussevent am…
-
KI-gestütztes Engineering
Mit dem Copilot stellt Eplan eine neue Generation KI-gestützter Assistenz vor, die den…
-
Bestandsmaschinen zukunftsfähig machen – mit Edge, Cloud und KI
Durch Retrofit zur datengetriebenen Produktion
Industrielle Produktionsanlagen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Viele Maschinen, Linien und Anlagen…
-
Überwachungsgerät schützt das Herz der Anlage
Condition Monitoring direkt im Schaltschrank
Condition Monitoring im Schaltschrank wird zunehmend zum Schlüssel für stabile Prozesse und hohe…
-
Webbasiertes Lifecycle-Management mit DevSecOps und KI-Unterstützung
Codehoheit in der Cloud
Wer Verpackungslinien betreibt oder baut, kennt das Problem: SPS von Hersteller A, Antriebe…
-
Omron stellt die Weichen bis 2030
Weniger Varianten, näher am Markt
Mit Shaping the Future 2030 richtet sich Omron strategisch neu aus: flexibler, regional…
-
KI bei der Arbeit: Fast die Hälfte lehnt sie ab
Auch im Berufsleben ist KI angekommen. 48% der Erwerbstätigen nutzen KI bei der…
-
Auslandsmärkte Maschinenbau: Auftragsbestand
38% der indischen Firmen melden überdurchschnittliche Bestände.
-
Conrad Whitepaper
Industrie 4.0 im Modell erleben und erproben
Mit der Agile Production Simulation (APS) von Fischertechnik lassen sich moderne Industrie-4.0-Konzepte praxisnah…
-
SpiraTec setzt Wachstum im Geschäftsjahr 2024/2025 fort
SpiraTec hat im Geschäftsjahr 2024/2025 ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und ihre Wettbewerbsposition weiter…
-
Neuer Manager Product Development bei Itac
Dr. Daniel Metz übernimmt ab sofort die Position Manager Product Development bei Itac.
-
Schlegel: Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte
Das Elektrotechnik-Unternehmen Georg Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau am Standort Dürmentingen…
das könnte sie auch interessieren
-
-
-
Mit hohem Abschirmfaktor
EMV-Schutzschläuche
-
Konform zur Maschinenverordnung
Sichere Kleinsteuerung
















