Mit der KeDrive for Motion steht ein kompaktes, platzsparendes All-in-One System zur wirtschaftlichen Lösung von unterschiedlichsten Steuerungs- und Antriebsaufgaben zur Verfügung. Selbst komplexe Anlagen lassen sich damit einfach, sicher und effizient automatisieren. Darüber hinaus können die Antriebsmodule alleine als dezentrale Antriebslösung bei einem bereits bestehenden Steuerungssystem eingesetzt werden. Für das Betreiben eines 6-Achsroboters sind so beispielsweise neben dem Stromversorgungsmodul nur noch zwei 3-Achsmodule nötig. Bei einem modularen Aufbau des Automatisierungssystems kann auch das Steuerungsmodul alleine zum Einsatz kommen – ganz wie eine klassische Steuerung. Anderen Systemkomponenten wie beispielsweise Antriebe, Visualisierungen, I/Os etc. können problemlos eingebunden werden. Durch diese Möglichkeiten von umfassendem Gesamtsystem, dezentraler Antriebslösung und klassischer Steuerung bei modularem Automatisierungssystem deckt die KeDrive for Motion so gut wie alle möglichen Automatisierungsszenarien ab. Safety on Board Eine Besonderheit des Konzepts ist die vollwertige, optionale Robotik-Sicherheitssteuerung, die direkt in das Steuerungsmodul integriert wird. Die On board-I/Os sind dann ebenfalls sicher ausgeführt. Zum einen spart es Platz im Schaltschrank, zum anderen ist diese Lösungsvariante kostengünstiger als bei externer Ausführung, auch der Verkabelungsaufwand ist bei dieser Lösung geringer. Dank eines integrierten Fast Channels sind pfeilschnelle Reaktionszeiten bis zu 2ms möglich. Die einzigartige Unterstützung zahlreicher Sicherheitsbusse garantiert eine einfache und flexible Erweiterbarkeit der KeDrive for Motion Sicherheitssteuerung. Die Kombination aus Safety und Steuerung ist auch bei der Projektierung, Konfiguration und Programmierung des Systems von Vorteil. Es genügt dafür eine einzige benutzerfreundliche Software, die auch für die Antriebe verwendet wird. Doppel-Konfigurationen sind somit nicht notwendig, Engineeringaufwände werden effektiv reduziert. Darüber hinaus kann der Schulungsaufwand gering gehalten werden, und auch eine überaus rasche Inbetriebnahme ist gewährleistet. Optimierte Sicherheit durch intelligentes System Die Robotik-Sicherheitssteuerung der KeDrive for Motion bietet sichere Motion mit kartesischer Arbeitsraumüberwachung. Konkret bedeutet das, dass zum einen die Geschwindigkeit und die Position des Tool-Centerpoints (TCP) sowie die Geschwindigkeit und Position des Roboter-Ellenbogens einstellbar und überwachbar sind. Darüber hinaus ist auch eine Orientierungsüberwachung des Werkzeugs integriert, was beispielsweise bei Laser-Schweißmaschinen während des Teach-Prozederes den Operator vor Verletzungen durch den Laser-Strahl und die Umgebung vor Beschädigungen schützt. Neben einer achsübergreifenden, kartesischen Arbeitsraumüberwachung für Robotikanwendungen, verfügt die Sicherheitssteuerung auch über eine sichere Achsbereichsüberwachung, die noch einfacher zu parametrieren und zu handhaben ist. Für viele Automatisierungsaufgaben ist diese Sicherheitsmaßnahme vollkommen ausreichend. Darüber hinaus sind sicherer Werkstückwechsel und sicherer Werkzeugwechsel möglich, was in dieser Kombination ein weiterer einzigartiger Mehrwert ist. Der Maschinenoperator kann beides gefahrlos durchführen. Mit Sicherheit passend für jeden Roboter Die KeDrive for Motion mit integrierter Robotik-Sicherheitssteuerung erfüllt mit jeder Kinematik die Industrie-Roboter Sicherheitsanforderungen nach EN10218-1. Die Sicherheitsfunktionen sind also bei jedem beliebigen Roboter gewährleistet, was in dieser Form am Markt einzigartig ist. Darüber hinaus erfüllt die Steuerung, mit der achsübergreifender Robotik-Sicherheitssteuerung den ausgezeichneten Sicherheits-Integritätslevel SIL 3, Marktstandard ist zurzeit lediglich der geringere Level SIL 2. Dipl.-Ing. (FH) Andreas Reingruber ist bei Keba Produktmanager für Antriebstechnik und hat für uns einige spannende Fragen rund um das neue Steuerungssystem des Unternehmens beantwortet. In der Steuerungstechnik ist schon seit vielen Jahren von Integration die Rede. Wie wird diese bei Ihrem neuen System KeDrive for Motion konkret umgesetzt? Reingruber: Hinter dem Begriff Integration versteckt sich das Bestreben ein einziges Gerät mit möglichst vielen Funktionen auszustatten und eine möglichst hohe Leistungsdichte zu erzielen. Ein derartiges System erlaubt es dem Anwender auf einfache Art individuelle, anwendungsoptimierte Speziallösungen zu schaffen. Meist steht ein derartiges Vorhaben allerdings im Spannungsfeld zu modular aufgebauten Systemen. Mit der KeDrive for Motion jedoch gelingt der Spagat aus hochintegriertem System und Modularität. Beispielsweise kann bei der KeDrive for Motion ein Antriebsmodul bis zu drei Achsen gleichzeitig steuern. Das Versorgungsmodul übernimmt dabei nicht nur die Leistungsversorgung der Antriebsmodule, sondern auch gleichzeitig die Versorgung des Steuerungsmoduls und auch externer Geräte mit 24V Steuerspannung. Im Steuerungsmodul sind optional Sicherheitssteuerung und Sicherheits-IOs sowie vielfältige Schnittstellen zu anderen Systemen integriert. So können mit nur wenigen aber dafür hochintegrierten Modulen unterschiedlichste, anwendungsoptimierte Systeme geschaffen werden. Beispielsweise werden zur Steuerung eines 6-Achs Roboters nur 4 Module benötigt: zwei 3-Achsmodule, das Stromversorgungsmodul und das Steuerungsmodul, das darüber hinaus auch eine optionale achsübergreifende Robotik-Sicherheitssteuerung integriert haben kann. Welcher ganz praktische Nutzen ergibt sich dadurch für den Anwender? Reingruber: Durch die hohe Integrationsdichte wird die Anzahl der Schaltschrankkomponenten reduziert, wodurch weniger Komponenten installiert und verdrahtet werden müssen. Das spart Zeit beim Engineering und der Inbetriebnahme und sichert damit ein kurzes \’Time to Market\‘. Außerdem kann das Schaltschrankvolumen dank des kompakten KeDrive for Motion Systems um bis zu 50% im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen reduziert werden. Letztendlich wird das Gesamtsystem stark vereinfacht, wodurch wiederum der Zeit- und Kostenaufwand für die Projektierung und die Schaltschrankproduktion gesenkt werden. Die Robotik ist ein weites Feld. Für welche Applikationen im Bereich Robotik ist die neue Steuerung geeignet? Reingruber: Die Leistungsfähigkeit von Steuerung und Antrieben ist beim KeDrive for Motion System hochgradig skalierbar. Dazu ist dank des modularen Aufbaus eine optimale Auslegung sowohl für alltägliche Steuerungsanwendungen bis hin zu hochkomplexen Multi-Roboterapplikationen einfach möglich. Durch den Ansatz der zentralen Spannungsversorgung stehen Mehrachsanwendungen wie beispielsweise Handling, Pick & Place und Palletizing sowie Robotikaufgaben der Sensitive Automation im Vordergrund. Zusätzlich kann die KeDrive for Motion auch als dezentrale Antriebseinheit sowie als reine Steuerungseinheit bei modularem Systemaufbau eingesetzt werden. Tatsächlich sind den Anwendungsmöglichkeiten dank des modularen Aufbaus und der hohen Flexibilität so gut wie keine Grenzen gesetzt. Das neue System hat auch die funktionale Sicherheit integriert. Heißt das, dass der Anwender überhaupt keine zusätzliche Sicherheitssteuerung mehr in seiner Anlage benötigt? Reingruber: Mit der bereits im Steuerungsmodul integrierten, optionalen Sicherheitssteuerung ist es möglich, die gesamte Maschinensicherheit zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um eine achsübergreifende Sicherheitssteuerung, die auch die Anforderungen der Robotik abdeckt. Alle für Mensch und Maschine potentiell gefährlichen Bewegungen werden überwacht und ausgewertet. Sichere IOs sind bereits onboard und ermöglichen eine einfache und schnelle Erweiterung um zusätzliche Sicherheitskomponenten wie beispielsweise Notaus-Taster, Türschalter, Sicherheitslichtschranken und dergleichen. Befindet sich die mit KeDrive for Motion automatisierte Maschine in einem Maschinenverbund, so kann diese komfortabel in das übergeordnete Sicherheitskonzept integriert werden. Dies wird durch die standardisierten Sicherheitsprotokolle Profisafe, CIP Safety, FSoE oder IO-Schnittstelle gewährleistet. Zur Konfiguration und Programmierung der Sicherheitssteuerung wird ein und dieselbe Software wie für die Motion-Steuerung an sich und die Antriebe verwendet. Dies stellt ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit dar, redundante Eingaben sowie Zusatzaufwand für die Konfiguration der Verbindung zur Motion Steuerung entfallen. Die Einarbeitungszeit und die Lernkurve können dadurch gering gehalten werden können. Bis wann wird das System am Markt verfügbar sein? Reingruber: Bereits Anfang 2013 starten wir mit den Feldtests bei ersten auserwählten Kunden. Die Produkteinführung für den breiten Markt wird schon in der zweiten Jahreshälfte 2013 vollzogen. Uns wurde bereits von vielen Seiten starkes Interesse an der KeDrive for Motion signalisiert, wir hoffen, dass wir den Bedarf unserer Kunden auch möglichst schnell abdecken können. Vielen Dank für das Interview.
Antrieb und Safety inklusive
-
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Februar: +1,0% zum Vormonat
Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Februar gegenüber Januar saison- und kalenderbereinigt um 1,0% gestiegen.
-
Seit 18 Monaten: Stillstand beim Frauenanteil in den Vorständen
Am 1. März waren die Vorstände der 160 deutschen Börsenunternehmen in DAX, MDAX und SDAX mit 554 Männern und 136 Frauen besetzt.
-
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt Kosten – für innovative Lösungen und nachhaltige Produktionsprozesse.
-
UL Solutions zertifiziert Cyberresilienz von Ethercat
Das Gutachten und die Zertifikate von UL Solutions bestätigen nach Prüfung gemäß IEC62443 die Aussagen der ETG: Die Ethercat-Technologie erfüllt bereits ohne Änderungen die Anforderungen an Systeme, die…
-
Volker Frey neuer CTO bei IFM
Zum 1. Mai gibt es in der Führungsspitze der IFM-Unternehmensgruppe personelle Veränderungen.
-
B&R und ABB trauern um CEO
B&R und ABB trauern um Florian Schneeberger, Division President von Machine Automation (B&R),…
-
Anzeige
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt…
-
Sick steigert Umsatz um 6,5%
Der Umsatz von Sick im Geschäftsjahr 2025 stieg trotz des herausforderndem Marktumfelds an…
-
Neuwahlen der PNO
Am ersten Tag der Hannovermesse fand die jährliche Mitgliederversammlung der Profibus Nutzerorganisation statt.…
-
Physical AI live erleben: Beckhoff auf der HMI 2026
Die Verschmelzung von künstlicher Intelligenz und klassischer Maschinensteuerung als Basis für Physical AI…
-
Ermöglicht zwei Synchronbewegungen
Antriebssystem für Logistik
Das Antriebssystem DualGear von Faulhaber wurde gezielt für Anwendungen in Förderbändern sowie in…
-
Zukunftssichere Maschinenvisualisierung
Webbasiertes HMI
Weidmüller kombiniert die Touchpanelserie U-View Advanced V2 sowie das Web-HMI Procon-Web ES zu…
-
75-jähriges Jubiläum 2026
Wago startet mit Plus und Investitionen ins Jubiläumsjahr
Wago feiert im Jahr 2026 sein 75-jähriges Jubiläum. Auch der Blick auf die…
-
Hochsicherer Entwicklungsprozess für Industrieprodukte:
Genua erhält IEC-62443-4-1-Zertifikat
IT-Sicherheitshersteller Genua wurde nach IEC62443-4-1 zertifiziert.
-
Color Camera für hochpräzise RGB-Druckmarkenerkennung
Closed-Loop-Vision für ausschussfreie Druckproduktion
B&R erweitert sein Vision-Portfolio um eine neue Color Camera zur hochpräzisen RGB-Druckmarkenerkennung.
-
Neues Modell von Voltcraft jetzt auf der Conrad Sourcing Platform erhältlich
Wärmebildkamera für präzise Thermografie
Mit der WB-430 erweitert Voltcraft sein Messtechnik-Portfolio um eine Wärmebildkamera für professionelle Prüf-…
-
Middleware zur Anbindung von Maschinen, Anlagen und IT-Systemen
Audit-Trail für regulierte Produktionsumgebungen
Mit Release 4.3 erweitert Kontron AIS seine Middleware FabEagle Connect um neue Funktionen…
-
Neue Steckverbindergröße
Spart bis zu 40% Bauraum
Mit der neuen Baugröße 4 erweitert Harting seine Steckverbinder-Baureihen Han-Eco, Han B und…
-
Akustische Bildgebungskamera Flir Si2-Pro
Akustische Bildgebung zur Leck- und Fehlererkennung
Mit der Si2-Pro erweitert Flir sein Portfolio akustischer Bildgebungskameras für industrielle Diagnoseaufgaben.
-
Robuste Connectivity als Rückgrat der hypervernetzten Produktion
Netzwerke für Digitalisierung in rauer Umgebung
R&M entwickelt durchgängige Infrastrukturlösungen für industrielle Datennetze – von der Feldebene bis zur…
-
Hannover Messe mit Besucherrückgang zu 2025
110.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt nahmen an der weltweit führenden Messe…
-
NewGen Multitouch-HMIs
Volle Visualisierungspower
Mit der NewGen-Serie bietet Sigmatek leistungsfähige Web-Panels für anspruchsvolle Visualisierungsaufgaben.
-
Embedded-Modul
Multiprotokoll-Modul für cybersichere industrielle Kommunikation
Hilscher stellt mit dem comX 90 ein neues Embedded-Modul für industrielle Kommunikationsschnittstellen vor.
-
CleverReader
Kompakter Codeleser für schnelle Anwendungen
Mit dem CleverReader von Pepperl+Fuchs steht ein stationärer 1D-/2D-Codeleser für zuverlässige Identifikationsaufgaben in…
-
TÜV Nord: Zertifizierung für sichere Entwicklungsprozesse
Bachmann Electronic erlangt IEC62443-4-1 – ML 3
Bachmann Electronic hat die Zertifizierung nach IEC62443-4-1 auf Maturity Level 3 erreicht.
















