Komplettsystem aus SPS, Touchpanel und Peripherie
Aus 3 mach 1!
Für Standardlösungen in der S7-Welt wird die Hardware in den Siemens-Programmierumgebungen SimaticManager oder TIA-Portal programmtechnisch meist vorgegeben. Das Unternehmen Insevis bietet neben solchen abgesetzten Lösungen auch kompakte S7-Einheiten aus Panel, SPS und Peripherie an, die sich ebenso mit den Siemens-Tools programmieren lassen.
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10″-Panel mit integrierter S7-CPU und rückseitiger Interface- und I/O-Ebene Bild: INSEVIS GmbH

Durch die Digitalisierung werden auch kleine Anwendungen und Maschinen immer öfter in Produktions- und Unternehmensnetze integriert. Sie erfassen Daten und erhalten Stücklisten oder Rezepturen vom Kunden-MES. Für solch kompakte Einheiten bieten abgesetzte Lösungen nicht immer eine passende Lösung, da nicht sehr viele I/Os bedient werden müssen, wohl aber Busanbindungen zu anderen Geräten wie Umrichtern, Antrieben und Scannern sowie zu Leitsystemen oder externen Remote-Zugängen. Meist wird zudem noch ein Panel für das Bedienen und Beobachten durch das Personal vor Ort benötigt. Ein S7-Panel mit integrierter CPU, Onboard-Schnittstellen und I/Os bietet sich dafür als kompakte und wirtschaftliche Lösung an.

Bild: Insevis GmbH

Bautiefe senken

Hier setzt die Idee einer Verschmelzung von S7-SPS und Panel samt Prozessor und Betriebssystem an. Anders als bei den Siemens-C7-Lösungen kann der Hersteller Insevis damit die Bautiefe von Standardgeräten mit allen Onboard-Schnittstellen bis auf 25mm senken. Die SPSen sind mit verschieden starken S7-CPUs ausgestattet, die in KOP, FUP, AWL, S7-SCL sowie S7-Graph zu programmieren sind und über einen S7-300er Befehlssatz verfügen. Die S7-CPU-T umfassen in der Grundausführung bereits zwei getrennte oder als Switch konfigurierbare Ethernet-Schnittstellen, wie TCP, UDP, S7-Kommunikation, dazu Modbus TCP und RTU, CANopen und Layer2 sowie einen seriellen CP mit RS232 und RS485. Zusätzlich stehen je nach CPU optional Profibus-DP-Master/Slave- oder Profinet-I/O-Controller zur Verfügung. Bestehende S7-Programme können übernommen werden, wodurch Umstellungsrisiken reduziert und einen Einsatz parallel zu Siemens-Steuerungen ermöglicht werden kann. Außerdem sind Touchpanels des Herstellers mit 3,5 bis 15,6″-Diagonale in die Steuerungen integrierbar. Durch die Vielzahl an Schnittstellen sind diese Lösungen auch für Fremdperipherien offen.

Konfigurationssoftware und Visualisierungs-Tool

Mit der kostenlosen Konfigurationssoftware ConfigStage von Insevis kann der Anwender grafisch per Drag&Drop sein System aus CPU und Peripherie zusammenstellen, die Art und Adressierung der I/Os festlegen sowie die Schnittstellen konfigurieren. Das Ergebnis wird in den Hardwarebereich der Steuerung geladen und sorgt dafür, dass der Nutzer wie gewohnt mit SimaticManager oder TIA-Portal programmieren und z.B. auch seine Variablen beobachten kann. Die Projektierung der Visualisierung erfolgt unkompliziert über ein kostenloses und an WinCCflexible angelehntes Visualisierungs-Tool. Auch der S7-Variablenimport samt Symbolik aus dem Simatic-Manager oder dem TIA-Projekt ist einfach gehalten, genauso wie die Variablensynchronisation und die gemeinsame Simulation mit dem S7-Programm. Die einfache und intuitive Benutzung führt laut Hersteller schnell zu einer modernen Visualisierung. Zur Archivierung von Meldungen, Trends, Prozessdaten in Datenbanken oder für Updates wird eine Standard-FAT32-Micro-SD-Karte verwendet.

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