Entwicklungstrends in der Prozess-Sensorik

Roadmap 2027

Die Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie (Namur) hat ihre neue Technologie-Roadmap 'Prozess-Sensoren 2027+' vorgestellt. Wir geben im Folgenden einen Überblick der zentralen Thesen.
 Smarte Sensoren wie die Temperaturfühler aus der Reihe TCC von IFM überprüfen ihre eigene Kalibrierung.
Smarte Sensoren wie die Temperaturfühler aus der Reihe TCC von IFM überprüfen ihre eigene Kalibrierung.Bild: IFM Electronic GmbH

Die Aufstellung von Thesen zu Herausforderungen und Entwicklungstrends ist ein Kernelement jeder Prozess-Sensor-Roadmap. Durch die Zusammenfassung in fünf Cluster sollen die Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung deutlich werden.

Allgemeine Anforderungen

Die Sensorik wird deutlich robuster und langzeitstabiler sein. Neue Prozess-Sensorik wird zunehmend zur Optimierung bestehender Anlagen eingesetzt. Für spezifische Applikationen wird Sensorik mit geringerer Messunsicherheit eingesetzt. Komponenten in Gasen und Flüssigkeiten werden mit immer niedrigeren Bestimmungsgrenzen bis in den Spurenbereich gemessen.

Neue Applikationsfelder

Bioprozesse finden neben der Pharmaproduktion auch in Fein- und Großchemie zunehmend neue Anwendungsfelder. Eine effiziente Prozessregelung wird durch spezialisierte Sensorik für biologische Zielgrößen erreicht. Die zunehmende Ausrichtung und die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit erhöhen den Einsatz an entsprechender Prozess-Sensorik.

Neue Messstrategien

Kontinuierliche Informationen zu stofflichen Zusammensetzungen werden zu Regelzwecken genutzt. Messungen erfolgen direkt im oder am Prozessmedium durch Inline- oder durch nichtinvasive Messverfahren. Ambulante Sensoren werden vermehrt eingesetzt. Schwarmsensorik wird zur Anlagenüberwachung eingesetzt. Der Bedarf nach Prozessanalytik für Einweg(Single-Use)-Prozesse steigt. Die Modularisierung im Sinne von Numbering-up und Kleinchargen-Produktion verlangt die Ausarbeitung von spezifischen PAT-Strategien.

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