Leichter Aufschwung im China-Geschäft zeichnet sich ab

48% der Befragten beurteilen ihren aktuellen Auftragsbestand als unterdurchschnittlich, während nur 13% überdurchschnittliche Auftragsbestände melden. Trotzdem blicken die Unternehmen erfreulich optimistisch in die Zukunft: 39% erwarten in den nächsten drei Monaten einen Anstieg der Auftragseingänge, eine deutliche Mehrheit gegenüber jenen 15% der Berfragten, die mit einem Rückgang rechnen. Weitere 46% prognostizieren einen gleichbleibenden Auftragseingang. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den internationalen Aufträgen ab: 34% der Befragten rechnen hier mit einer Zunahme, verglichen mit 19%, die von einem Rückgang ausgehen.

Intensiver Wettbewerb im Maschinenbau

In der Umfrage wurden die Unternehmen auch zur Wettbewerbssituation in China befragt. 73% berichten von einem intensiven Wettbewerb, während 22% von einem moderaten Wettbewerbsumfeld sprechen. Die drei größten Herausforderungen, die von chinesischen Konkurrenten ausgehen, sind Kosteneffizienz (88%), Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit an sich ändernde Marktbedingungen (63%) sowie staatliche Unterstützung für lokale Unternehmen (37%). „Die zentrale Frage wird sein, wie wir in Zukunft auf den sich sicherlich noch weiter verschärfenden Wettbewerb reagieren. Die Maschinenbauunternehmen verfolgen hier ganz verschiedene Ansätze: Einige verstärken ihr Engagement in China und bauen ihre Präsenz gezielt aus, während andere sich nun eher darauf konzentrieren, ihre Marktanteile zu halten und zu verteidigen. Wieder andere richten ihren Fokus neu aus und konzentrieren sich verstärkt auf andere Märkte“, erklärt Barkowsky.

Überkapazitäten auch im Maschinenbau erkennbar

Das Problem der Überkapazitäten ist auch in der Maschinenbaubranche in Chinas präsent: 57% der befragten Unternehmen sehen Anzeichen dafür. Die Hauptursachen für diese Überkapazitäten sind jedoch weniger staatliche Subventionen, die nur von 14% genannt werden, sondern vor allem die derzeit schwache Nachfrage (42%) und Nachfrageschwankungen (27%). Auch übermäßige Investitionen in neue Technologien, die von 11% der Unternehmen als Grund angegeben werden, führen zu Überschüssen. „Bedingt durch die anhaltende Schwäche im Immobilienmarkt beobachten wir aktuell eine Kapitalverlagerung in die verarbeitende Industrie und den Maschinenbau, die jedoch nicht von einer entsprechenden Zunahme der Nachfrage auf nationaler oder globaler Ebene begleitet wird“, erklärt die VDMA-Büroleiterin in Peking die Entwicklung.

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