Wärmemanagement im Schaltschrankbau

Hotspots vorhersehen

Die Wärmeabgabe der Komponenten im Schaltschrank stellt Elektrokonstrukteure vor Herausforderungen: Dicht gepackte Baugruppen und Kabel sind bei Schaltgerätekombinationen keine Ausnahme. Das Berechnen der Erwärmung im Schaltschrank ist unerlässlich für den Nachweis einer sicheren Funktionsweise. Hilfe für die Anwender der ECAD-Software Electrix von WSCAD bietet eine direkte Schnittstelle zum Software-Tool ProClima von Schneider Electric.
 Alle für die Wäremberechnung des Schaltschrankes erforderlichen Daten werden per Knopfdruck aus WSCAD Cabinet Engineering an ProClima von Schneider Electric übergeben.
Alle für die Wäremberechnung des Schaltschrankes erforderlichen Daten werden per Knopfdruck aus WSCAD Cabinet Engineering an ProClima von Schneider Electric übergeben. Bild: WSCAD GmbH

Das exakte Berechnen der thermischen Belastung im Schaltschrank ist schwierig. Wer zu sehr ins Detail geht, stößt schnell an Grenzen: „Die Thematik ist komplex und eine zu hundert Prozent exakte Berechnung schwierig und meist nicht sicher möglich. Deswegen gibt es das verallgemeinerte Verfahren nach DIN/EN61439 im Beiblatt 2“, sagt Markus Witte, Product Manager bei WSCAD. Schon aus diesem Grund sind die Erfahrungswerte der Konstrukteure, die die Hotspots kennen und wissen, wie der Thermo-Haushalt zwischen Umgebung und Schaltanlage aussehen soll, unerlässlich.

Andererseits benötigen die Planer eine Reihe an Wärmespezifikationen, um den Nachweis einer sicheren Funktionsweise der Anlagen zu gewährleisten. Ausschlaggebend ist die DIN/EN61439. Darin ist das Berechnungsverfahren für Niederspannungsanlagen beschrieben. Wichtigste Kenngrößen sind die Verlustleistungswerte der elektrischen Komponenten der Schaltanlage, die Materialeigenschaften der verwendeten Geräte sowie weitere Angaben zur Umgebungstemperatur am Aufstellungsort, Feuchtigkeit und Taupunkt. Die Crux: Thermo-Daten müssen mühselig aus den Materialdatenbanken der Hersteller zusammengetragen und händisch eingepflegt werden. Je mehr Komponenten unterschiedlicher Hersteller vorhanden sind, desto größer der Aufwand.

Solche Hürden auf dem Weg zu einer effizienten Wärmeberechnung sind für Anwender der ECAD-Software von WSCAD jetzt mit wenigen Mausklicks beiseite geräumt. Software-Tools wie ProClima von Schneider Electric berechnen aus Temperaturdaten DIN-konform die Wärmearchitektur und schlagen die passenden Temperaturregelungsmaßnahmen vor. Der Aufruf von ProClima erfolgt direkt aus der ECAD-Planungssoftware.

Die erforderlichen Datensätze samt den Angaben zur Dimension des Schaltschranks entnehmen die Konstrukteure einfach aus der Artikeldatenbank von WSCAD oder aus der kostenlos vom Anbieter bereitgestellten Online-Datenbank wscaduniverse.com. Das zeitintensive Suchen der Herstellerangaben zum jeweiligen Bauteil ist mit einem Knopfdruck erledigt, der Konstrukteur verliert keine wertvolle Zeit im Planungsprozess. Das ProClima Widget von Schneider Electric ist fester Bestandteil der Software Electrix Professional.

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