Deutsche Industrie schöpft Big-Data-Potenzial nicht aus

Bild: Staufen AG

Die deutsche Industrie nutzt Big Data vor allem für das Qualitätsmanagement. Rund sieben von zehn Unternehmen mit Industrie-4.0-Anwendungen werten ihre in der Produktion anfallenden Datenmengen aus, um die Qualität ihrer Produkte zu kontrollieren. Vorreiter ist dabei die Elektroindustrie, wie der Deutsche Industrie 4.0-Index 2018 der Unternehmensberatung Staufen zeigt. In der Elektroindustrie kontrollieren inzwischen fast drei Viertel der Unternehmen die Qualität mithilfe von Big Data. Im Maschinenbau dagegen liegen das Qualitätsmanagement (59%) und die Produktentwicklung (51%) fast gleichauf. Allerdings schöpfen die Betriebe dabei das Potenzial von Big Data längst nicht aus. „Die Unternehmen haben erkannt, dass Daten eine wichtige Grundlage für die Ermittlung und Lösung von Qualitätsproblemen sind. Doch sie nutzen die in der Produktion anfallenden Informationen bisher nur zu einem ganz geringen Teil“, erklärt Tobias Böing, Consultant bei Quality Engineers. Die Firmen würden sich darauf beschränken, Abweichungen von vorgegebenen Standards oder Kennzahlen zu ermitteln, so Böing. In der Qualitätssicherung werde das Potenzial von Datenanalysen (Manufacturing Analytics) bisher überhaupt noch nicht ausgeschöpft.

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http://www.staufen.ag/de/unternehmen/news-events/news/newsdetail/2018/12/studie-deutsche-industrie-schoepft-big-data-potenzial-beim-qualitaetsmanagement-nicht-aus/

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