Visualisieren mit HTML5
HTML5-Bedienbilder für HMI- und Scada-Anwendungen erstellen und ausführen
Die Einführung von HTML5 hat neue Möglichkeiten geschaffen, Bedienbilder und Animationen auf stationären, mobilen und tragbaren Geräten darzustellen. Dieser geschaffene Standard wird im lokalen Browser auf dem jeweiligen Gerät ausgeführt. Viele neue und unterschiedliche Arten von tragbaren und Handheld-Plattformen nutzen Browser, die HTML5 unterstützen, darunter auch viele Android-, Microsoft-, Apple OS X- und -iOS-, sowie Linux-Geräte. Dies eröffnet Möglichkeiten, Scada- und HMI-Bediengrafiken sowie Animationen auf vielen verschiedenen Geräten darzustellen.

Betriebssystem- und Gerätehersteller werden den HTML5-Standard in ihren Browsern, aufgrund der verbesserten Web-Fähigkeiten einbetten und voll unterstützen. Viele Browser-Hersteller unterstützen ihn bereits, wie z.B. Microsoft Internet Explorer, Apple Safari, Google Chrome und andere. Diese Browser stehen bereits für viele Geräte zur Verfügung.

Historie von Thin Client, Remote HMI und HTML5

Vor einigen Jahren, als HMI- und Scada-Systeme entwickelt wurden, realisiert Kunden, dass es nicht immer praktisch war, einen \’Thick Client\‘, also ein komplettes Betriebssystem und eine vollständige Installation der Scada-Software, für eine simple HMI zu nutzen. Um dieser Nachfrage vorzugreifen und mit der Kenntnis, dass Microsoft über 95% der Marktanteile im HMI- und Scada-Markt hatte, entwickelte InduSoft ein Thin Client-Plug-In und einen Secure Viewer-Client, basierend auf Microsoft-Technologien. Das Scada+System kann auf jedem Computer remote visualisiert werden, der zusammen mit dem Microsoft Internet Explorer über die Installation von IIS (Microsoft Internet Informationsdienst) oder einem anderen Web-Server, wie z.B. Apache, auf dem Runtime-Server verfügt. Firefox und andere Web-Browser wurden immer populärer, und die Kunden begannen, deren Einsatzmöglichkeiten zu fordern. Scada- oder HMI-Visualisierung sollten nun auch auf drahtlosen, kleineren oder Handheld-Geräten nutzbar sein. Anfänglich boten RDC-Clients (Remote Desktop Connectivity) die Möglichkeit der Remote-Konnektivität auf Scada Systeme auch für Nicht-Microsoft Plattformen. Jedoch brachte dies verschiedene Sicherheitsprobleme mit sich, da der Nutzer auch Zugriff auf die Runtime Maschine hat. Und auch nicht alle entwickelten RDC-Clients als Scada Runtime Server genutzt werden können. RDC hat sich auch als eine nicht ratsame Lösung erwiesen, wegen des hohen Ressourcenverbrauchs auf dem Server, der großen Menge von Netzwerktrafik und langsamen Bildschirm-Updateraten auf dem Client. Um den Marktanforderungen vorzugreifen, begann InduSoft zunächst Microsoft Silverlight als eine mögliche Lösung zu analysieren, aber wie sich bald herausstellte, wurde diese Technologie nicht ausreichend angenommen und hätte den Kunden an Microsoft als eine einzige Quelle der HMI-Konnektivität zu Scada-Systemen gebunden. Klar schien, dass der Weg von dieser Situation weg führen würde. Als Antwort auf diese Herausforderung, arbeiteten InduSoft-Ingenieure an den Einsatzmöglichkeiten von HTML5 als Lösung seit seiner Einführung als vorgeschlagenen Standard. Die Fähigkeiten von HTML5 als zugrundeliegende Technologie sind plattform- und browserunabhängig verwendbar. HTML5 wird von Anfang an von großen Technologie-Anbietern, wie Apple, Google und sogar Microsoft angenommen und unterstützt.

Möglichkeiten in HMI- und Scada-Anwendungen

Seit Jahren nutzen Hersteller von HMI- und Scada-Systemen web-basierte Thin-Clients, um Animation innerhalb des eigenen Internet Explorer Browser-Plug-Ins oder mithilfe eines proprietären Containers darzustellen. Dies schien die einzige Möglichkeit, um die Anzeige- und Sicherheitsanforderungen ihrer Kunden zu befriedigen. Diese Bedürfnisse haben einen Markt für den Einsatz von mobilen oder tragbaren Scada- und HMI-Funktionen als plattform- und browserunabhängig erstellt. Um allerdings auf HMI- oder Scada-Funktionen ihrer Systeme zugreifen zu können, wurden Kunden dazu genötigt, tragbare Geräte einzusetzen, die nur bestimmte und manchmal unerwünschte Betriebssysteme hatten oder Geräte mit Microsoft-Technologie, die den größten Marktanteil haben. Kunden fordern die Möglichkeit, ein tragbares Gerät oder Handheld-Gerät einzusetzen, das auf ihr Scada-System zugreifen kann. Diese müssen zunehmend sicheren und drahtlosen Zugang zu Scada und Visualisierung bieten. Bis jetzt waren diese Kunden extrem eingeschränkt in der Auswahl der Geräte am Markt.

Der derzeitige Markt an HTML5-Geräten

Es gibt eine immer größere Anzahl von mobilen Browsern und Geräten, die den HTML5-Standard vollständig unterstützen. Wenn neue Browser-Versionen erscheinen und Geräte- und Plattformentwicklungen voranschreiten, wird eine HTML5-Unterstützung angeboten werden, was die Tür für die Verwendung von nahezu jedem mobilen Gerät als HMI- oder Scada-Terminal öffnet. HTML5-Handheld-Geräte als ideale mobile HMI- oder Scada-Schnittstelle InduSoft veröffentlichte kürzlich Web Studio Version 7.1 Service Pack 2, die HTML5 Bildschirmdarstellungen für mobile Anwendungen umfasst, genannt Studio Mobile Access (SMA). Mit dem neuen SMA-Client auf einem mobilen Gerät, das HTML5 unterstützt, kann diese Funktion nun effektiv als ein separates, mobiles Bediengerät des HMI- oder Scada-Systems mit zwei wichtigen Vorteilen genutzt werden:

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

InduSoft Germany GmbH
http://www.indusoft.com

Anzeige

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Bild: igus GmbH
Bild: igus GmbH
Universelle Hartfeinbearbeitung – sicher und schnell

Universelle Hartfeinbearbeitung – sicher und schnell

Eine universelle Maschine für die Werkstatt – das war und ist die gelebte Idee der Firma DVS Universal Grinding. Mit der UGrind lassen sich Werkstücke einfach und schnell drehen und schleifen. Von hochpräzisen Rotorwellen für den Elektroantrieb über die Werkzeugherstellung bis hin zur hartstoffbeschichteten Bremsscheibe für den Sportwagen bietet das Unternehmen eine intuitiv bedienbare Werkzeugmaschine an. Der Fokus liegt dabei auf der Fertigung von kleinen und mittleren Serien. Für eine sichere Energieführung setzt der Anbieter auf ein anschlussfertiges Energiekettensystem von Igus, das 80 Prozent der Arbeitszeit einspart.

mehr lesen

Anzeige

Anzeige

Anzeige