Unternehmensgeschichte: 70 Jahre Harting

Mit Tradition in die Zukunft

\"Wir wollen die Zukunft mit Technologien für Menschen gestalten\", hatte die Eigentümerfamilie 1996 das Selbstverständnis und Ziel ihres Wirkens formuliert. Nach 70 Jahren Unternehmensgeschichte sieht sich Harting als Wegbereiter von Industrie 4.0 und will den technologischen Wandel vorantreiben und dabei Impulse setzen.

Seit dem Beginn im Jahr 1945 hat sich Harting zu einer weltweit agierenden renommierten Unternehmensgruppe entwickelt. Am 1. September jährte sich der Gründungstag zum 70. Mal. In der 100m² großen Halle einer Mindener Reparaturwerkstatt eröffneten Wilhelm und Marie Harting damals die Firma \’Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten\‘. Der gelernte Ingenieur hatte in Berlin einen Betrieb der Luftfahrtindustrie geleitet und wagte nach einer abenteuerlichen Flucht in seiner Heimat den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Gefertigt wurden zunächst Dinge des täglichen Bedarfs, wie Sparlampen, Kochplatten, Bügel- und Waffeleisen. Ehefrau Marie lieferte die Produkte mit dem Rad in der Umgebung aus. Bezahlt wurde mit Lebensmitteln. Bereits 1947 war Harting auf der ersten Hannover Messe präsent. 1950 folgte der Umzug in die benachbarte, aufblühende Flüchtlingssiedlung Espelkamp. 1962 starb plötzlich Wilhelm Harting. Mit neuen Produkten wie Musikboxen, elektromedizinischen Geräten, Zigarettenautomaten, Magneten und Steckverbindern hatte das Unternehmen jährlich seinen Umsatz steigern können. Marie Harting trat das Erbe ihres Mannes an und führte das Unternehmen bis zum Einstieg ihres Sohnes Dietmar 1967 allein weiter. Ab 1969 verstärkte der zweite Sohn Jürgen die Geschäftsführung, der jedoch bei einem tragischen Unfall 1973 im Alter von 32 Jahren ums Leben kam. Bis 1987 standen Marie (sie starb 1989) und Dietmar Harting gemeinsam an der Spitze des kontinuierlich expandierenden Mittelständlers. Im März 1987 wurde Margrit Harting Geschäftsführende Gesellschafterin. Mehr als ein Vierteljahrhundert leitet das Paar die Unternehmensgruppe, und arbeitet heute mit seinen Kindern, Philip F. W. Harting und Maresa Harting-Hertz eng zusammen. 2013 wurden die Geschwister persönlich haftende Gesellschafter.

Weltweites Engagement

Mit 12 Produktionsstätten und 42 Vertriebsgesellschaften ist Harting auf allen Kontinenten vertreten. Große Erwartungen für die Zukunft hat das Unternehmen vor allem in das Geschäft rund um das Thema Integrated Industry, das konsequent ausgebaut werden soll. Philip Harting: \“Wir begleiten unsere Kunden auf dem Weg zu Industrie 4.0 mit maßgeschneiderten und modularen Lösungen\“. Dieser Weg sei nur mit qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitenden erfolgreich zu bewältigen. Deshalb habe die Ausbildung hohen Stellenwert bei Harting. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 stieg der Umsatz um 13% auf 547Mio.€ und erreichte einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich auf rund 4.200. Gefeiert wurde dieser Rekord im März mit einem großen Betriebsfest, als Dank der Unternehmerfamilie an die Belegschaft.

www.harting.com

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