Gut geschützt: Linien- und Flächenportale in hoher Sicherheitskategorie

Die Bleichert Förderanlagen GmbH setzt zum Schutz von Personen und Maschinen Sicherheitslösungen von Jokab Safety ein. Damit erreicht der Hersteller von Anlagen für Fördertechnik, Fabrikautomation, Montage- und Verkettungstechnik durchgängig die Sicherheitskategorie 4 gemäß der Norm EN954-1.

Schutzumhausungen

Da die Produktionsanlagen gelegentlich erweitert oder innerhalb des Betriebs verlagert werden, kommt der leichten Demontierbarkeit des Schutzzauns eine große Bedeutung zu. Jokab Safety hat ein weiterentwickeltes Aluminium-Zaunsystem mit der Bezeichnung Quick-Guard E (Economy) auf den Markt gebracht. Es hat eine patentierte Gitter-Verriegelung, ein neues Wellengitter und neue U-Profile. Mit der Gitter-Verriegelung wird das Wellengitter mit dem Zaunpfosten einfach befestigt. Horizontale Zwischenprofile zum Stabilisieren des Wellengitters sind nicht erforderlich. Mit Hilfe des AutoCAD-Programms SafeCAD kann Jokab Safety 3D-Systemlösungen entwickeln. SafeCAD gibt dann 3D-Zeichnungen, Schnittlisten und Stücklisten aus. Die Zeichnungen dienen gleichzeitig als Montageinformation. Außerdem hat Jokab eine Software in Excel entwickelt, die es ermöglicht, die benötigten Komponenten zu berechnen und ein aus Abschnitten zusammengebautes Zaunsystem zu visualisieren. Das Wellengitter lässt sich mit einem Schneidwerkzeug auf die gewünschten Maße schneiden. Die Economy-Abschnitte lassen sich einfach zusammenbauen und auch im Winkel von 45° aufstellen. Positionssteuerung Das Linienportal PR40 (Bild 3) hat zwei unabhängige Fahrwagen und die Aufgabe, eine Reibschweißmaschine mit zwei unterschiedlichen Bauteilen zu beladen, die in dieser Maschine zusammengefügt werden. Nach dem Reibschweißen werden die gefügten Bauteile in einer nachgeschalteten Maschine wärmebehandelt. Nach der Wärmebehandlung werden die Bauteile in Stapelzellen auf Paletten abgelegt. Während des Prozesses werden volle Paletten manuell entnommen und die entsprechenden Stapelzellen mit leeren Paletten bestückt. Die eingesetzten Multiturn-Absolutdrehgeber JS-RSA 698 überwachen die horizontale Position der Fahrwagen. So kann der Bediener den Palettenwechsel gefahrlos vornehmen. Die Fahrwagen des Linienportals können die Maschinen weiterhin be- und entladen. Somit ist der automatische und manuelle Prozessteil entkoppelt. Dadurch erzielt das Linienportal eine hohe Ausbringung. Zusätzlich werden die Multiturn-Absolutdrehgeber als Kollisionsschutz eingesetzt, sodass die Fahrwagen nicht miteinander kollidieren. Personenschutz berührungslos Bei dem eingesetzten Flächenportal PR100 werden verschiedene, in der Fläche angeordnete Bearbeitungsmaschinen be- und entladen. Um den Bedienern trotzdem den Zugang unterhalb des Bereiches zu ermöglichen, werden u.a. mitfahrende horizontale Lichtvorhänge eingesetzt. Sie sichern den Bediener in einer bestimmten Höhe gegen das fahrende Portalsystem ab. Die vertikalen Lichtvorhänge werden als Schnittstelle zwischen Flächenportal und manueller Abholung und Zuführung von Bauteilpaletten eingesetzt. Dadurch kann der Bediener gefahrlos Vollpaletten abholen und Leerpaletten zuführen, während das Flächenportal die Bearbeitungsmaschine bedient. Somit ist der automatische und manuelle Prozessteil entkoppelt. Die Multiturn-Absolutdrehgeber (Bild 4) haben die Aufgabe, die xy-Position des Flächenportals mit Kategorie 4 zu überwachen, sodass die z-Achse ausschließlich über den Maschinen nach unten fährt. Sie bieten eine Auflösung von 13Bit für den absoluten Positionswert und 12Bit (4.096) für die Anzahl Umdrehungen. Zwei Drehgeber müssen mechanisch direkt mit dem beweglichen Maschinenteil verbunden und an den Sicherheitsbus zur SPS Pluto angeschlossen werden. Die Steuerung überwacht dann die Position, Drehrichtung und Drehzahl des beweglichen Maschinenteils gemäß Sicherheitskategorie 4 oder SIL3. Unfallschutz-Lichtvorhang Die Lichtvorhänge Focus haben einen Querschnitt von 35x45mm und eine Auflösung von 14mm für den Fingerschutz sowie 35mm für den Handschutz. Der senkrechte Vorhang löst beim Eindringen in den Gefahrenbereich einen Abschaltbefehl aus, während die beiden mitfahrenden waagerechten Vorhänge Kollisionen der bewegten Anlagenteile verhindern. Die vom TÜV nach der Sicherheitsnorm EN/IEC61496-1/2 zertifizierten Geräte der Kategorie 4 lassen sich leicht konfigurieren und installieren. Eingänge zum teilweise oder vollständigen Muten der Lichtstrahlen sind vorhanden. Außerdem bieten die Vorhänge die Überwachung der Muting-Leuchte, ein optionales Floating Blanking, die manuelle, überwachte oder automatische Rückstellung, zwei überwachte PNP-Sicherheits-Ausgänge mit Querschluss-Überwachung und M12-Anschlüsse. LEDs vereinfachen die Ausrichtung und zeigen Verschmutzung, Betriebsspannung (24VDC ±20 %) und Ausgangszustand an. Die Ausgänge sind für einen max. Laststrom von 500mA überlastgeschützt. Die Schutzfeldhöhen betragen 150 bis 1.650mm, bei einer Auflösung von 14, 35 oder 300/400/500mm und Reichweiten von jeweils 6, 15 oder 25/50m. Sicherheits-SPS-System Die Sicherheits-SPS Pluto B46-6 von Jokab Safety hat eine Breite von nur 90mm (Bild 5). Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach einer kompakten Sicherheits-SPS mit mehr E/As bietet sie insgesamt 46 E/As, von denen sechs unabhängige Sicherheitsausgänge sind. Außerdem können 16 E/As wahlweise als Ein- oder Ausgänge benutzt werden. 24 Eingänge sind für Unfallschutzgeräte und sonstige Sensoren bestimmt. Da die Programmierung über die intuitive Pluto Manager Software im Kontaktplan erfolgt, eignet sich Pluto sowohl zur Sicherheitsüberwachung als auch zur Steuerung kleinerer Maschinen. Eine Bedienstation (Mensch-Maschine-Schnittstelle HMI) lässt sich direkt an die serielle Schnittstelle oder den Sicherheits-CAN-Bus anschließen. Die Sicherheits-SPS vereinfacht den Entwurf von Sicherheitssystemen und entspricht der Sicherheitskategorie 4 nach EN954-1. Hierbei handelt es sich um Master-Geräte. Deshalb können sie sich am Netzwerk gegenseitig sehen und Entscheidungen bezüglich ihrer eigenen unmittelbaren Sicherheitsumgebung treffen. Das Sys­tem wird mit dem Pluto Manager programmiert, einem auf Windows basierenden Programmierwerkzeug. Es ermöglicht sowohl TÜV-zugelassene Sicherheitsfunktionsblöcke als auch die freie Programmierung. Die Programmierung im Kontaktplan ist ebenfalls möglich. Mit einem Protokollumsetzer lassen sich die Informationen von einem Pluto-Netzwerk an andere Bussysteme, wie Profibus, CANopen, Devicenet oder Ethernet übertragen und somit größere Systeme schaffen. Vergleich zum alten System

Thema: Allgemein
Ausgabe:
ABB Stotz-Kontakt GmbH
http://www.jokabsafety.de

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