Mitsubishi Electric in Deutschland und Europa

Global Player mit japanischen Wurzeln

Mitsubishi Electric ist einer der größten Anbieter von Automatisierungstechnik und in allen Regionen der Welt tätig. Der japanische Marktführer räumt Europa einen hohen Stellenwert ein und richtet sich mit seinem breiten Portfolio aus Steuerungs- und Antriebstechnik sowie Robotik an alle Applikationsbereiche. Jetzt hat das Unternehmen in Ratingen eine neue Deutschland-Zentrale eingeweiht - nicht zuletzt als Bekenntnis für sein weiteres Engagement auf dem deutschen Markt.

Mitsubishi ist nicht gleich Mitsubishi: 217 Unternehmen in Japan tragen den Namen, der wörtlich übersetzt \’drei Diamanten\‘ bedeutet: vom Automobilbauer über Banken, Versicherungen und Brauereien bis hin zur Schwerindustrie – und eben Mitsubishi Electric. Ursprünglich gehen all diese Firmen auf eine Holding zurück, die aber nach dem Zweiten Weltkrieg in einzelne, von einander unabhängige Unternehmen aufgeteilt wurde. Einzig das Logo mit den drei Diamanten und der Namensbestandteil sind ihnen bis heute gemein.

Größter Part: die Automatisierungstechnik

Mitsubishi Electric mit seiner Zentrale in Tokio ist in 36 Ländern außerhalb Japans mit Niederlassungen vertreten – 16 davon in Europa – und beschäftigt weltweit fast 130.000 Mitarbeiter. Neben seinem Engagement in der industriellen Automatisierungstechnik ist das Unternehmen auch in vielen weiteren Segmenten tätig: Das Spektrum reicht vom Maschinenbau über Halbleiter und Automotive bis hin zu Visualisierungssystemen oder Transport- und Logistiklösungen. Die Automatisierung ist dennoch der größte Bereich – rund ein Viertel des Jahresumsatzes von mehr als 31Mrd.€ machen Steuerungen, Antriebe und Roboter aus. \“Unser Ziel ist es, der global führende Ausrüster in der Fabrikautomatisierung zu sein\“, legt Kei Uruma, verantwortlich für das weltweite Automatisierungsgeschäft, den eigenen Anspruch dar.

Neue Zentrale für Deutschland

Um den Stellenwert des hiesigen Marktes in der Konzernstrategie zu unterstreichen, hat Mitsubishi Electric Anfang März in Ratingen eine neue Deutschland-Zentrale eröffnet. Mehr als 16.000m² Bürofläche bietet dort Platz für bis zu 750 Mitarbeiter. Das neue Gebäude wurde durchgängig von Mitsubishi Electric ausgerüstet und automatisiert – z.B. mit einem neuartigen Wärmepumpensystem über das sich der gesamte Wärme- und Kälteenergiebedarf auf der Basis erneuerbarer Energieträger decken lässt. Von der Niederspannung über die Gebäudeleittechnik und Visualisierung bis hin zu Klimatechnik und Sicherheit kamen aber auch viele Lösungen aus dem Portfolio des Geschäftsbereichs Factory Automation zum Einsatz. Dessen Europa-Chef Hartmut Pütz betont: \“Unser Standort Ratingen ist in seiner Gesamtkonzeption einzigartig. Es gibt kein anderes Gebäude auf der Welt mit dieser Energieeffizienz, das von nur einem Anbieter mit sämtlichen technischen Gewerken ausgestattet wurde.\“ Die geschäftsbereichsübergreifende Nutzung von Technik will Mitsubishi Electric auch als Grundlage für eine weitere Expansion in Europa nutzen.

Eigene Technik für das eigene Gebäude

Aus der Division Factory Automation stammt z.B. eines der wichtigsten Tools. Über die Maps-Suite werden sämtliche Daten und Informationen dargestellt, die auf einer zentralen, übergeordneten Ebene zusammenlaufen. Weiterhin eingesetzt sind im Neubau rund 40 leistungsstarke SPSen der modularen Melsec-L-Serie. Deren Daten-Logging-Funktion beobachtet und sammelt beispielsweise Informationen, die zur Prozessverbesserung, Leistungsbewertung und Energieeinsparung sowie Effizienzsteigerung genutzt werden können. Für die Steuerung der Multimediatechnik wie Monitore oder Beamer in den Meetingräumen sind 55 Kompaktsteuerungen Melsec iQ-F (FX5U) verbaut. Darüber hinaus hat die Automatisierungssparte nahezu sämtliche Leistungs- und Fehlerschutz-Stromschalter zur technischen Ausstattung des Gebäudes beigesteuert – insgesamt über 4.000 Stück. Hochspannungs-Wechselstrom-Leistungsschalter und -Wechselstromschütze für die Umschaltung in den Unterverteilungsräumen übernehmen und sichern die Energieverteilung im Gebäude. Hauseigene Schutzrelais sorgen dabei für eine hohe Zuverlässigkeit der Stromverteilungssysteme.keit der Stromverteilungssysteme.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Mitsubishi Electric Europe B.V.
https://de3a.mitsubishielectric.com

Das könnte Sie auch Interessieren

Weitere Beiträge

Verschleiß überwachen, Schäden vorbeugen

Nicht nur Motoren und Pumpen sind in Produktionsanlagen dem Verschleiß unterworfen, sondern auch die Datenleitungen der Maschinen- und Anlagennetzwerke einschließlich Kabel und Stecker. Während der mechanische Verschleiß analog wahrnehmbar ist, macht sich der Verschleiß einer Datenleitung erst im Extremfall bemerkbar: dem Ausfall. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt Indusol den Einsatz von intelligenten Managed Switches, mit denen der physikalische Zustand der Datenleitung digitalisiert und somit sichtbar gemacht werden kann.

mehr lesen

Entwicklungslösung für CC-Link IE TSN-Gerätehersteller

Mitsubishi Electric sieht in Time-Sensitive Networking die Zukunft und konzentriert seinen Entwicklungsaufwand auf das neue industrielle Kommunikationsnetzwerk CC-Link IE TSN. Neben einem in seiner Gesamtheit kompatiblen Produktportfolio kündigt der Automatisierungsspezialist Entwicklungslösungen für Gerätehersteller an.

mehr lesen