Neue Funktionen im TIA Portal V14

Durchgängiges Engineering für eine kurze Time-to-Market

Maschinenbauer und Systemintegratoren müssen ihren Engineering-Aufwand reduzieren, um Kosten zu sparen und Inbetriebnahmezeiten zu reduzieren. Deshalb sollen Bedienoberflächen möglichst selbsterklärend sein, Daten projektweit zusammenpassen und Schnittstellen ohne Aufwand funktionieren. Eine entsprechende Lösung liegt in einheitlicher Software für alle Entwicklungsaufgaben.

Automatisches Generieren von Visualisierungen

Die Wiederholung gleicher Funktionen kostet Zeit und birgt die Gefahr, dass sich Fehler einschleichen. Der Simatic Visualization Architect SiVArc als Option zu Simatic WinCC im TIA Portal nimmt dem Anwender die mehrfache Projektierung der Visualisierung gleicher oder ähnlicher Komponenten ab. Solche Komponenten können beispielsweise Förderbänder mit Motor, Antrieb oder Sensorik sein. Der Anwender projektiert nur einmal das Template Förderband und legt es in einer Bibliothek ab. Zusätzlich – aber nur einmal – werden die Regeln zur Verwendung des Templates definiert. SiVArc generiert automatisch nach den festgelegten Regeln – für jedes im Projekt vorkommende Förderband des gleichen Typs – die entsprechende Visualisierung und verknüpft dabei die HMI-Variablen mit den zugehörigen Steuerungsvariablen. Das Konzept funktioniert auch für Know-how-geschützte Bausteine und wenn es sich um Safety-Bausteine handelt.

Maschinen- und Anlagendiagnose

Fehler in der Automatisierungs- und Antriebstechnik werden automatisch gemeldet. Drahtbruch oder Kurzschluss werden durch die Systemdiagnose des Automatisierungssystems erfasst. Diese ist bereits in die Firmware der Simatic S7-1500 integriert, muss nicht projektiert werden und funktioniert auch im STOP-Mode der SPS. Etwa 80 Prozent der Störungen entstehen durch Fehler im mechanischen Prozess, zum Beispiel durch Blockaden (Abfluss verstopft, Position nicht erreicht). Entsprechende Überwachungen mussten bisher aufwändig programmiert werden. TIA Portal enthält mit ProDiag eine Option zur einfachen Projektierung einer effizienten Prozessfehlerdiagnose. Für die zu überwachenden Prozesswerte werden in einer Maske kritische Werte definiert und Meldetexte eingegeben. Im laufenden Betrieb können Überwachungen ergänzt oder bestehende Überwachungen geändert werden. Sie werden ohne zusätzliches Laden direkt ins HMI-System übernommen. Im Fall einer Störung erscheint eine Klartextmeldung, gegebenenfalls mit Hinweisen zur Fehlerbehebung. Für eine Detaildiagnose, die zeigt, warum ein Operand gestört ist, kann mit Hilfe des Code-Viewers vom Panel aus die entsprechende Stelle im Anwenderprogramm aufgerufen werden. TIA Portal wird dafür nicht benötigt.

HMI- und SPS-Objekte automatisch erzeugen

Insbesondere Serienmaschinen-Hersteller kennen die Anforderung, dass ein Automatisierungsprojekt für unterschiedliche Varianten einer Maschine regelmäßig geändert werden muss. TIA Portal Openness, das öffentliche Application Programming Interface (API), bietet die Möglichkeit, derartige Aktionen automatisiert über die Oberfläche einer eigens dafür erstellten Applikation auszuführen. Diese kann zum Beispiel mit Visual Basic .NET erstellt werden. TIA Portal Openness ist mit den zugehörigen DLLs im Lieferumfang von Step 7 und WinCC enthalten. Die Schnittstellenbeschreibung ist Bestandteil der kontextbezogenen Online-Hilfe.

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Siemens AG
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