May
20
2020

Deutscher Elektro-Außenhandel: Rückgang im ersten Quartal noch moderat

Im März kamen die Exporte der deutschen Elektroindustrie auf 17,6 Milliarden Euro. Damit verfehlten sie ihren entsprechenden Vorjahreswert um 4,4%. „Der Rückgang der Lieferungen war deutlich kleiner als das Minus bei Auftragseingängen, Produktion und Umsatz und insoweit auch niedriger als erwartet“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres fielen die aggregierten Branchenausfuhren mit einem Volumen von 52,8 Milliarden Euro um noch moderate 1,8% geringer aus als ein Jahr zuvor. „Im zweiten Quartal dürften dann entschieden größere Handelsverluste auflaufen“, so Gontermann. Die Importe nach Deutschland reduzierten sich im März ebenfalls um 4,4% gegenüber Vorjahr auf 15,2Mrd.€. Von Januar bis März 2020 beliefen sich die Einfuhren auf 47,5Mrd.€. Mit einem Minus von 3,4% war der Rückgang gegenüber dem ersten Quartal 2019 dabei knapp doppelt so hoch wie bei den Exporten. Während die Elektroausfuhren in die Eurozone im März um 12% gegenüber Vorjahr auf 5,1 Milliarden Euro einbrachen, entwickelten sich die Exporte in die USA noch und die nach China wieder positiv. Erstere stiegen im März um 6,5% auf 1,7Mrd.€, letztere um 7,3% auf 1,9Mrd.€. Die Lieferungen nach Italien waren im März um 19,3% auf 715Mio.€ rückläufig, die nach Frankreich um 14,6% auf 1Mrd.€ und die in die Niederlande um 11,9% auf 832Mio.€. In den vollen ersten drei Monaten dieses Jahres gaben die Branchenexporte in den Euroraum um 5,9% gegenüber Vorjahr auf 16,7 Milliarden Euro nach. Dagegen erhöhten sich die Lieferungen in die USA im ersten Quartal um 3,9% auf 4,9Mrd.€. Die Ausfuhren nach China stiegen um 2,5% auf 5,2Mrd.€.
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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