Serie Führung und Personalentwicklung

Elf Fehler, die Führungskräfte vermeiden sollten

Das Unternehmen blüht wirtschaftlich, Ihre Mitarbeiter sind rundum zufrieden und Ihre Qualitäten als Führungskraft werden Ihnen jeden Tag aufs Neue bestätigt? Ich kann Sie nur beglückwünschen. Denn leider sieht der Führungsalltag anders aus.


Freuen Sie sich nicht zu früh: Ich werde Ihnen jetzt kein Patentrezept an die Hand geben. Ganz im Gegenteil: Ich möchte Sie zum Nachdenken anregen. Denn aus meinem eigenen Führungsalltag weiß ich nur zu gut, wie Alltag und Routine die Sicht vernebeln können. Denken Sie also über folgende Aussagen einfach mal nach und fragen Sie sich, was davon vielleicht auf Sie zutreffen könnte:

  • • 1. Als Führungskraft habe ich gerade selbst kein klares Bild von den Zielen und Aufgaben meiner Mitarbeiter.
  • • 2. Ich beteilige meine Mitarbeiter nicht an der Zielfindung und an den Aufgabende finitionen unseres Unternehmens.
  • • 3. Ich schaffe es nicht, eine transparente Trennung zwischen Zielvereinbarung und Zielsetzung herzustellen.
  • • 4. Es gibt in unserem Unternehmen keine konkreten Gespräche über Aufgaben und Ziele.
  • • 5. Ich behandle alle Mitarbeiter gleich. Aus bildungsgrad, Erfahrung, Persönlichkeit, Demografie und Motivationslage spielen für mich keine Rolle.
  • • 6. Ich scheue oft davor zurück, meinen Mit arbeitern sofort ein klares Feedback zu geben, sei es positiv oder negativ. Leider hat das schon das eine oder andere Mal das Fass zum Überlaufen gebracht.
  • • 7. Emotionen und Privates gehören nicht an den Arbeitsplatz. Ich spreche nur rein sachlich mit meinen Mitarbeitern.
  • • 8. In unserem Unternehmen gibt es zwar eine Politik der 'offenen Tür', aber ich habe eigentlich kaum Zeit für meine Mit arbeiter und bin sehr selten zu erreichen.
  • • 9. Ich habe oft das Gefühl, dass meine Mit- arbeiter mich nicht ernst nehmen und ich nicht die Autorität habe, die für meine Position angemessen wäre.
  • • 10. Ich habe privat oder beruflich gerade ein paar Probleme. Manchmal bin ich deswe gen gedanklich so abgelenkt, dass ich meinen Mitarbeitern nicht richtig zu höre.
  • • 11. Vorschläge von Mitarbei tern beachte ich eher selten. Die meisten Aufgaben nehme ich am liebsten selbst in die Hand und dele giere sie selten nach unten.

Haben Sie sich in einer oder mehreren dieser Aussagen wiederentdeckt? Keine Sorge, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Selbstreflexion ist der erste Schritt zu motivierten Mitarbeitern. Sie sollten auch noch eines bedenken: Prüfen Sie, ob Sie die richtige Balance zwischen ergebnisorientierter und inspirierender Führung finden. In ihrer Top Job-Trendstudie 'Gesunde Führung' hat Prof. Dr. Heike Bruch vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen festgestellt: Für sich genommen verbessert eine ergebnisorientierte Führung das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter um 41%, eine inspirierende Führung gar um 44%. Und kombinieren Führungskräfte beide zu einem gesunden Mix, steigt das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter noch einmal um bis zu 16%. Prof. Bruch und ihr Team haben für diese Studie über 15.000 Mitarbeiter befragt (Quelle: www.topjob.de).

Anzeige

 
Beckhoff Banner: 190722_Beckhoff_wb109_EtherCAT-Messtechnikmodule_EK11-18G_160x600_ID2079