19.05.2020

Intelligenter IO-Link-Master und Kleinsteuerung in einem

DualTalk bis in die Cloud

Das Sensor Integration Gateway SIG200 Profinet mit integriertem Webserver von Sick gewährleistet eine transparente Integration von IO-Link-Geräten unterschiedlicher Hersteller sowie die digitalisierte Verarbeitung und Übertragung von Zustandsdaten, Prozessparametern und Diagnoseinformationen.


Bild: Sick AG

Die dezentrale Intelligenz des IO-Link-Masters ermöglicht es, mit Hilfe des grafischen Logikeditors im Gateway, prozessnahe Steuerungsfunktionen zu erstellen und auch autark im Feld auszuführen. Eine entsprechende Programmierung im Automatisierungssystem entfällt, gleichzeitig wird die Kommunikationslast im Feldbus reduziert. Mit DualTalk ist das SIG200 in der Lage, zeitgleich und über das identische Kabel sowohl per Feldbus mit der Maschinensteuerung zu kommunizieren als auch über die implementierte Rest API-Schnittstelle gezielt Daten mit MES- und ERP-Ebenen oder Cloud-Applikationen auszutauschen. Dies gewährleistet einen effizienten Datenverkehr. Die durchgängige Kommunikation und Datenintegration steht selbst Standard-Binärsensoren offen: der IO-Link Sensor Hub SIG100 erlaubt es, bis zu zwölf Standard I/Os in einen einzigen IO-Link Datenstream zu bündeln und diesen über das SIG200 in höhere Automatisierungsebenen einzubinden.

Intelligenter IO-Link-Master

Die Sensor Integration Gateways SIG200 gewährleisten die kosteneffiziente Anbindung von IO-Link-Geräten. Der IO-Link-Master ist entweder als Rest API oder in einer Profinet Variante verfügbar. Beide Versionen bieten insgesamt vier Ports, über die sowohl IO-Link-Geräte als auch digitale I/O-Sensoren mit Hilfe des integrierten Sopas Engineering Tools (ET) konfiguriert und visualisiert werden können. Hierfür kann entweder über den M8-USB-Port und einem PC oder per Fernzugriff über den integrierten Webserver eine IO-Link-Gerätebeschreibungsdatei (IODD) in Sopas ET geladen werden. Die Konfiguration und Visualisierung mit dem SIG200 ist Hersteller-unabhängig. Anwender können daher ihre Automatisierungslösung auch mit IO-Link-Geräten unterschiedlicher Fabrikate aufbauen und einrichten. Das Gateway ist zudem ein Datensammler mit dezentraler Intelligenz. Zusätzlich zum Sammeln, Umwandeln und Übertragen wertet es die Daten auch aus und nutzt sie für logische Operationen und für Smart Tasks wie beispielsweise Zählen oder Zeitmessungen. Sogar prozessnahe Steuerungsfunktionen wie das Ansteuern mechanischer Schieber zum Ausschleusen von Förderobjekten lassen sich im Logik Editor konfigurieren und im Betrieb autark ausführen, ohne hierfür mit dem überlagerten Automatisierungssystem zu kommunizieren oder in diesem eine Programmierung vornehmen zu müssen. Die Gateways bieten zudem beste Voraussetzungen für Edge-Cloud-Computing. Im Gegensatz zu anderen IO-Link-Mastern benötigt sie nur ein Kabel, um im DualTalk-Verfahren zugleich mit der Maschinensteuerung (per Feldbus-Schnittstelle) und mit MES- und ERP-Ebenen oder cloudbasierten Applikationen (per Rest API Schnittstelle) zu kommunizieren. Ein Netzwerk-Switch kanalisiert gezielt den Informationsfluss und gestaltet den Datenverkehr dadurch sehr effizient.

Skaliertes Portfolio

Sick hat mit den smarten Sensor Integration Gateways ein skaliertes Portfolio für die Integration von Binärsensoren und IO-Link-Geräten in Feldbuswelten und höhere Automatisierungshierarchien geschaffen. Das Sensor Integration Gateway SIG100 ist ein reiner IO-Link-Hub mit dezentraler Intelligenz, aber ohne direkte, eigene Feldbus-Anbindung. Es kann die binären Schaltsignale von bis zu zwölf anschließbaren Standard I/O Signalen-Sensoren in ein IO-Link-Datenpaket umwandeln und über das SIG200 an Maschinensteuerungen und Applikationen in überlagerten Ebenen kommunizieren. Damit macht das SIG-Portfolio die Vorteile von IO-Link - vereinfachte Installation, Flexibilität, Diagnosemöglichkeiten und technologische Zukunftssicherheit - jetzt auch in der Edge nutzbar, wo bislang reine I/O-Sensoren eingesetzt werden.

Anzeige