23.07.2019

Feldbuskomponenten, Gateways, Software und Dienstleistungen

Totgesagte leben länger! Dieses Sprichwort lässt sich sehr treffend auf die klassischen Feldbusprotokolle anwenden. Dabei wurde schon mit dem Einzug von Industrial Ethernet in die Automatisierung vor mehr als einem Jahrzehnt ein Abgesang auf die Feldbusse angestimmt, der sich aber bis heute nicht eingestellt hat. Das belegt auch das unglaublich breite Anbieterspektrum für Kommunikationskomponenten in diesem Bereich.


Ein wichtiger Aspekt dabei ist natürlich: Die Zahl an Netzwerkkomponenten steigt weltweit immer weiter. Allein für das aktuelle Jahr gehen Experten von einem Zuwachs von rund 10 Prozent aus. Und die neuen Knoten sind mitnichten nur den Industrial-Ethernet-Standards zuzurechnen. Denn die Mühlen des Maschinenbaus mahlen langsam und das Retrofit-Geschäft ist in Europa aufgrund des hohen Bestands verhältnismäßig hoch. Laut einer aktuellen Studie von HMS werden erst seit 2018 überhaupt erst mehr Ethernet- als Feldbus-Knoten neu installiert. So sind es in diesem Jahr immer noch 35 Prozent klassische Feldbusgeräte. Sie teilen sich wie folgt auf: Profibus ist mit 10 Prozent weltweit dominierend. Danach kommen CC-Link mit 6 Prozent und Modbus RTU mit 3 Prozentpunkten. CANopen und Devicenet kommen jeweils auf 3 Prozent, die übrigen 8 Prozentpunkte teilen sich alle anderen klassischen Feldbusstandards. Insgesamt zeigen die Zahlen aber sehr deutlich, dass sich der Einsatz und damit auch das Geschäft mit den traditionellen Busprotokollen noch auf viele Jahre fortsetzen wird - allen Vorteilen von Industrial Ethernet zum Trotz. Übrigens: Die drahtlose Kommunikation zeigt aktuell die größten Wachstumsraten auf - stolze 30 Prozent mehr Knoten werden hier 2019 installiert. Doch Wireless kommt von einer überschaubaren Basis und bringt es so erst auf 6 Prozent der neu installierten Knoten. (mby)

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