12.06.2019

Effiziente Verdrahtung für flexible, feindrähtige Leiter

Aderendhülse unnötig

Weidmüller bietet mit Snap In eine Neuentwicklung im Bereich Anschlusstechnik. Flexible, feindrähtige Leiter von 0,5 bis 2,5mm2 (AWG 20 bis 16), ohne aufgecrimpte Aderendhülsen, lassen sich damit einfach in die offene Anschlussstelle einstecken. Ein Werkzeug ist nicht notwendig.


HDC-HE-Einsätze mit Snap In-Anschlusstechnologie ist eine Neuentwicklung bei der Verdrahtung schwerer Steckverbinder.
Bild: Weidmüller Gruppe

Die Verbindung widersteht auch schwierigen Umgebungsbedingungen mit starken Erschütterungen und Vibrationen. Durch Betätigen des Pushers lässt sich die Anschlussstelle öffnen, der angeschlossene Leiter kann entnommen werden. Die Snap In-Anschlusstechnik kommt erstmalig in HDC-HE Einsätze der RockStar Serie zum Einsatz. Angeboten werden festpolige Einsätze in den Polzahlen 6,10,16 und 24 (Baugröße 3, 4, 6 und 8), Bemessungsspannung 500V / 16A. Mit den neuen Einsätzen lässt sich die Verdrahtung zuverlässiger, schneller, flexibler und einfacher durchführen. Wartungsarbeiten werden deutlich beschleunigt.

Einsätze mit unterschiedlichen Anschlusssystemen

Schwere Steckverbinder der RockStar-Serie sind fester Bestandteil im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Bahn- und Windindustrie. Sie unterstützen den Trend zur Modularisierung. Typ- und applikationsabhängig stehen Einsätze mit verschiedenen Anschlusssystemen zur Verfügung - Schraub-, Zugfeder-, Push In-, Crimp- und Axialschraub-Anschluss. Hinzu kommen jetzt Einsätze, die mit dem neuartigen Snap In-Anschlusssystem ausgestattet sind. Mit diesem Anschlusssystem hat Weidmüller die bekannte Push In-Anschlusstechnik weiterentwickelt. Anwender können beim Snap In-Anschluss erstmalig den abisolierten, flexiblen, feindrähtigen Leiter einfach in die Anschlussstelle einstecken, das Aufcrimpen einer Aderendhülse ist nicht notwendig. Das offene Snap In-Anschlusssystem ist so gestaltet, dass es selbsttätig schließt, sobald der abisolierte Leiter die richtige Position erreicht hat und die Feder auslöst. Das Funktionsprinzip ist vergleichbar mit einer Mausefalle. Mit einem deutlichen Klick schließt der Kontakt und hält den Leiter vibrationssicher. Beim Snap In-System entfällt der Arbeitsschritt des Aufcrimpens der Aderendhülse, so dass sich Material-, Verarbeitungskosten sowie Zeitaufwand reduzieren. Der Snap In-Anschluss ist problemlos zu betätigen. Er garantiert eine rüttelsichere und zuverlässige Verbindung. Flexible, feindrähtige Leiter von 0,5 bis 2,5mm2 (AWG 20 bis 16) ohne aufgecrimpte Aderendhülsen werden schnell und zuverlässig angeschlossen. Die Verwendung feindrähtiger Leiter mit Aderendhülse und Kunststoffkragen im Leiterquerschnittsbereich von 0,5mm2 bis 2,5mm2 ist auf Wunsch auch bei der Snap In-Anschlusstechnologie weiterhin möglich. Das Lösen der angeschlossenen Leiter geschieht durch Betätigung des Pushers, dazu reicht ein handelsüblicher Schraubendreher aus.

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Testmöglichkeit inbegriffen

Jede Kontaktstelle der HDC-Einsätze ist zudem mit einer Prüfstelle versehen, so dass Testabgriffe mit dem Standard-Prüfsteck 2,0mm vorgenommen werden können. Diese Testmöglichkeit ist von Reihenklemmen bekannt. Die festpoligen HDC-Einsätze sind in den Polzahlen 6,10,16 und 24 (Baugröße 3, 4, 6 und 8) lieferbar. Die Bemessungsspannung nach DIN EN 61984 beträgt 500V und nach UL/CSA 600V AC/DC. Der Bemessungsstrom (DIN EN 61984) ist 16A. Mit ihrem Snap In-Anschlusssystem stehen sie für hohe Zuverlässigkeit, selbst unter schwierigsten Umgebungsbedingungen mit starken Erschütterungen und Vibrationen. Das Kunststoffgehäuse der Einsätze besteht aus dem Isolierstoff PA 66/6, PC glasfaserverstärkt. Der Kunststoff ist UL-gelistet und Bahnqualifiziert. Die Brennbarkeitsklasse nach UL 94 ist V-0. Die Einsätze lassen sich im Temperaturbereich von -40 °C bis 125 °C problemlos einsetzen. Sie sind steckkompatibel zu den bestehenden HDC-HE-Einsätzen mit Crimp-, Schraub-, Zugfeder- und Push In-Anschlusstechnik.

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