12.06.2019

Applikationsspezifischer Konfigurator und nachvollziehbare Tutorials

Bestens begleitet, auch online

Auf der zurückliegenden Hannover Messe 2019 präsentierte der Mailänder Steckverbinderhersteller Ilme zahlreiche Produktneuheiten. Besonders interessant sind allerdings die neuen Features, die das Unternehmen seinen Kunden anbietet, um die Auswahl geeigneter Lösungen zu erleichtern.


Im Konfigurator können auch spezifische Anforderungen wie z.B. hochkorrosive Umgebungen oder Temperaturbereiche von -40 bis +180°C berücksichtigt werden.
Bild: Ilme GmbH

Eine Neuheit am Ilme-Messestand ist etwa ein Modul der Serie Mixo mit der patentierten Schnellanschlusstechnik Squich, die einen werkzeuglosen Anschluss des Leiters im Einsatz mittels Tastendruck ermöglicht. Ferner präsentiert Phillip Steinmetz, Techniker bei Ilme Deutschland, ein auf den ersten Blick eher unscheinbares Produkt: einen Kunststoffadapter zur Integration von RJ45-Patchkabeln in industrietaugliche Gehäuse des Typs 'schwere Steckverbinder'. "Mit dem CJK 8M bieten wir als erster Hersteller einen Adapter an, der die RJ45-Steckverbinder nahezu aller Fabrikate aufnehmen kann", erklärt Steinmetz und ergänzt: "Die bislang am Markt erhältlichen Adapter dieser Art waren jeweils nur für die RJ45-Steckverbinder eines oder zweier Hersteller geeignet, so dass der Anwender oftmals gezwungen war, sich dem unterzuordnen und das RJ45-Fabrikat zu wechseln, wenn er einen solchen Adapter verwenden wollte. Diese Herstellerabhängigkeit haben wir mit dem Adapter CJK 8M nun im Sinne des Kunden aufgelöst."

Leicht verständliche Online-Unterstützung

Besondere Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern wecken jedoch die speziellen Features, mit denen das Unternehmen die Anwender von Steckverbindern online unterstützt. Die technologische Entwicklung der vergangenen 25 Jahre in Industrie, Maschinenbau und allen anderen Einsatzbereichen dieser Komponenten hat dazu geführt, dass sich das Portfolio von Steckverbinderprodukten am Markt in dieser Zeit vervielfacht hat und heute eine kaum noch zu überblickende Diversität aufweist. Zum Vergleich legt Steinmetz die Ilme-Kataloge der Jahre 1994 und 2019 auf den Tisch, die das Ausmaß der Innovationskraft des Herstellers deutlich vor Augen führen. "Vor diesem Hintergrund sehen wir es als unsere Aufgabe an, unsere Kunden bei der Auswahl des optimalen Steckverbinders unterstützend zu begleiten", konstatiert Steinmetz, während er die Ilme-Internetseite (www.ilme.com/de) auf seinem Laptop aufruft. Er erläutert den Konfigurator, mit dessen Hilfe und wenigen Mausklicks der Anwender das auf ihn zugeschnittene Verbindungselement findet. "Nehmen Sie alleine die Gehäusevielfalt, unter der unsere Kunden auswählen können. Mit etwa 20 verschiedenen Serien, z.B. für den Einsatz unter aggressiven Umweltbedingungen, hohen Umgebungstemperaturen oder in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, um nur einige zu nennen, bietet Ilme eine Auswahl, die am Markt ihresgleichen sucht. Den unterschiedlichen Anforderungen unserer Kunden können wir demnach nur gerecht werden, wenn der jeweilige Anwendungsbereich sowie applikationsbedingte Besonderheiten mit in die Konfiguration einfließen", führt Steinmetz aus und zeigt dies exemplarisch, indem er als Anwendungsbereich 'Automation' und im nächsten Schritt 'very high ambient temperature' anklickt. Schnell wird sichtbar, dass hierfür Kontakteinsätze aus Ryton in Verbindung mit den besonders temperaturfesten Gehäusen des Typs 'R' geeignet sind.

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16 unterschiedliche Tutorials

"Nicht nur bei der Auswahl, sondern auch bei der Montage der Steckverbinder möchten wir dem Anwender bestmögliche Hilfestellung geben, die er jederzeit online abrufen kann", fährt der Ilme-Techniker fort. Die 16 Tutorials zu Themen wie Verarbeitung von LWL-Kontakten oder Montage des RJ45-Universaladapters CJK 8M geben praxisgerecht und anschaulich die nötige Anleitung. "Wir haben die Tutorials auf ihre Tauglichkeit hin getestet und uns hierfür den ungeschicktesten Kollegen als Versuchsperson ausgewählt, den wir in unseren Reihen finden konnten. Einzelbauteile und Werkzeug auf dem Tisch, Tutorial an und los", erzählt Steinmetz und lacht: "Und siehe da: er hat's geschafft!"

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