Pulverlöseanlage im Ex-Bereich

Weniger Verkabelung durch kompakte Remote-I/Os

In explosionsgefährdeten Bereich gelten besondere Anforderungen. Vorteile wie eine reduzierte Verkabelung durch den Einsatz von Remote-I/Os können sich hier für den Anwender besonders auszahlen. Zumal, wenn sich das System unkompliziert in die jeweilige Anlage integrieren lässt.

Autor: Karl Vogel


Ytron Process Technology ist Spezialist für homogenes, luftfreies Mischen von Flüssigkeiten, Suspendieren bzw. Lösen von Trockenstoffen, dem Homogenisieren, Emulgieren oder Begasen. Für eine Produktionsanlage von pharmazeutischen Produkten setzt das Unternehmen bei GSK Consumer Healthcare mehrere Remote-IO-Module des Typs BEx1 ein, um in der Atex-Zone 1 aufgestellte digitale und analoge Sensoren auszuwerten und Magnetventile anzusteuern. Die Kommunikation mit der außerhalb der Atex-Zone installierten SPS findet über Profinet statt.

Reduzierung der Verkabelung

Da die fahrbare Produktionsanlage im pharmazeutischen Reinraum aufgestellt und über Steckverbinder mit dem Schaltschrank verbunden wurde, war die Reduzierung von Signalleitungen aus hygienischer Sicht von großem Interesse. Durch den Einsatz der kompakten BEx1-Module konnte eine platzsparende und für den Anlagenfahrer handhabungsfreundliche Lösung realisiert werden. "Bereits bei den ersten Gesprächen überzeugte das einfache, kompakte und dezentrale Gesamtkonzept des Remote-IO-Systems", erzählt Stefan Höger, Geschäftsführer des Systempartners Exepd. Individuelle und standardisierte Versionen der Remote-I/Os mit Gehäuseausführungen in Edelstahl, Polyester oder Aluminium stellt der Anbieter Bex-Solution für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zur Verfügung.

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Vorteile und Kundennutzen

"Am Beispiel dieser Applikation brachten die Vorteile von BEx1 wie reduzierter Installationsaufwand und Platzeinsparung dem Endkunden einen echten Nutzen", ergänzt Ralf Bauermeister, Geschäftsführer von Bex-Solution. Das Remote-I/O-Modul vereint Buskopf, Trennschaltverstärker und die eigensichere I/O-Kanäle mit vier verschiedenen Funktionen auf wenig Raum. Als nützlich erwies sich bei der Realisierung ebenfalls, dass die analogen Ausgänge auch als digitale Ausgänge genutzt werden konnten und durch die einfache Einstellung über die Kommunikationsdaten digital über die SPS angesteuert wurden. Auch der Anschluss von einfachen mechanischen Kontakten (z.B. Schalter, Taster oder Reed-Kontakte) wurde unkompliziert über den Switch Mode und die freien analogen Kanäle schnell gelöst.

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