Erschienen am: 12.06.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 6 2018

Trend zu OPC UA und Cloud

Studie über SPS-Systeme

Der Trend zum Ethernet-Einsatz zur Anbindung an SPS-Systeme hält laut einer Studie von Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FH Südwestfalen, weiter an. Mittlerweile ist diese Technologie bei 98 Prozent der Maschinenbauer vorhanden. Dabei ist Profinet das mit Abstand am meisten verbreitete Protokoll (75 Prozent). Inzwischen findet man aber auch schon bei fast jedem vierten Maschinenbauer OPC UA. Dieser Anteil soll zukünftig auf 42 Prozent steigen.


Vor allem der Einsatz von Profinet zur Anbindung an SPS-Systeme ist in den vergangenen Jahren angestiegen. 2018 lag er bei über 74 Prozent.
Bild: ©Michaela Rothhöft

Die unabhängige Marktstudie 'SPS-Systeme' hat Michaela Rothhöft mit Unterstützung des VDMA-Arbeitskreises Steuerungstechnik durchgeführt. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus den Jahren 2005, 2010 und 2014 gaben im Januar/Februar 2018 deutschlandweit mehr als 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen zum Kaufverhalten, zu Technologieanforderungen und zu Trends im Bereich SPS-Systeme.

Wenig überraschend: Siemens führt SPS-Markt an

Der Markt für SPS-Systeme wird in Deutschland nach wie vor von Siemens dominiert. Das Unternehmen hat ihre herausragende Stellung im Markt sowohl beim Bekanntheitsgrad als auch beim Kauf in den letzten Jahren weitgehend gehalten. Am stärksten entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren Beckhoff. 2001 mit sechs Prozent noch weitgehend unbekannt, steht der Konzern heute mit 60 Prozent an zweiter Stelle des Bekanntheitsgrades, was sich auch auf eine hohe Steigerung an Kunden ausgewirkt hat. Diese Entwicklung zeige, dass auch kleinere Unternehmen (im Vergleich zu internationalen Konzernen) durchaus Chancen haben, in einem bestehenden Markt Erfolge zu feiern. Sie könnten sich dabei vor allem durch die Erfüllung technischer Anforderungen aber auch durch einen guten Preis profilieren.

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Funktionale Sicherheit und HMI besonders wichtig

Dabei sind die Ansprüche an die Technik hoch: So ist für etwa drei von vier Maschinenbauern die integrierte funktionale Sicherheit sowie die integrierte Maschinenbedienung (HMI) erforderlich. Immer mehr verlangen auch die Möglichkeit der Hochsprachen- und objektorientierten Programmierung. Mehr als jedes zweite Unternehmen möchte zudem zukünftig eine Cloud-Anbindung nutzen. Dabei stehen vor allem die Diagnose, das Monitoring, die Datensammlung sowie die Analyse und Auswertung im Vordergrund. Die Koordination von Maschinen über Cloud-Dienste wird dagegen nur sehr selten beabsichtigt. Nähere Details zu den Ergebnissen dieser Marktstudie erhalten Sie unter www.marktstudien.org.

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