Erschienen am: 01.03.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 3 2018

Highlights des Automatisierungstreff 2018

Mit Praxisbezug zu Industrie 4.0

Vom 10. bis 12. April findet zum zwölften Mal der Automatisierungstreff statt. Im Fokus der Veranstaltung in der Kongresshalle Böblingen stehen 35 praxisbezogene Workshops, aber auch der Marktplatz Industrie 4.0 als Lösungsforum. "Diese Kombination gibt es auf keiner anderen Veranstaltung", betont Veranstalterin Sybille Strobl.


Der Automatisierungstreff zielt seit jeher darauf ab, dass Anwender aus dem Maschinen- und Anlagenbau Lösungen für Automatisierungssysteme und Industrial-IT finden, die zur Erhöhung der Produktionseffizienz beitragen. Neu entwickelt hat sich in diesem Rahmen ein thematischer Schwerpunkt zur digitalen Transformation im industriellen Umfeld. "Die Anzahl unserer Workshops ist konstant geblieben, aber inhaltlich hat sich seit letztem Jahr einiges getan", sagt die Veranstalterin. "Bei vielen steht die digitale Transformation im Vordergrund." Da die Veranstaltung sehr praxisorientiert positioniert ist, lässt sich aus dieser Entwicklung schließen, dass die digitale Transformation tatsächlich in der Industrie angekommen ist und die Arbeitswelt der Techniker und Ingenieure beeinflusst.

Marktplatz für zukunftsfähige Lösungen

"Viele Anwender sind aber noch verunsichert, was den eigenen Weg in Richtung Industrie 4.0 angeht", fährt Strobl fort. Schließlich gehe es nicht um einen plötzlichen Umschwung, sondern um das Umsetzen kleiner und individueller Schritte. "Deswegen haben wir im vergangenen Jahr den Marktplatz I40 ins Leben gerufen. Hier können Besucher gemeinsam mit Anbietern entsprechende Ideen entwickeln und diskutieren." Das neue Lösungsforum startete im vergangenen Jahr und soll die Ideen- und Wissenbörse des Automatisierungstreffs ergänzen. Der Marktplatz Industrie 4.0 ist darauf ausgelegt, den ganzheitlichen Ansatz von Industrie 4.0 und IIoT zu verstehen. Nur durch das nahtlose Zusammenspiel von allen Ressourcen einer Fabrik, vom kleinen Sensor in der Produktion bis zur Management-Software in der Geschäftsführung, wird die Grundlage für eine signifikant höhere Wertschöpfung erreicht. Deshalb basiert der Marktplatz komplett auf einem applikationsbezogenen Konzept.

Anzeige

Positives Feedback zum Marktplatz

"Die Resonanz auf die Premiere im vergangenen Jahr war überwiegend positiv", schildert Strobl die bisher gesammelten Erfahrungen. "Aber manche Aussteller und Besucher müssen sich gedanklich noch umstellen, dass es beim Marktplatz Industrie 4.0 nicht um eine klassische Fachausstellung geht." Stattdessen seien intensive und individuelle Gespräche das Ziel, wie sie im Trubel einer Messe nicht möglich sind. "Der Anspruch ist einfach ein anderer: Es geht darum, gemeinsame Lösungen zu finden." Auf dem Marktplatz Industrie 4.0 präsentieren Anbieter konzentriert an einem Ort ihre realen Use-Cases und diskutieren mit dem Besucher über konkrete Lösungsmöglichkeiten für seine Aufgabenstellung. "Unsere bisherigen Teilnehmer konnten von dieser sehr konstruktiven Atmosphäre profitierten", so die Veranstalterin weiter. Entsprechend liefere der Marktplatz auch in diesem Jahr keine allgemeinen technischen Präsentationen. Stattdessen liege der Fokus auf der Vorstellung von konkreten Ideen und praktischen Lösungen, die einen echten Mehrwert generieren. "Das Treiben auf dem Marktplatz I40 ist deshalb sehr dynamisch", führt Strobl weiter aus. "Es gibt auch zwischen den Anwendern Gespräche, eine gemeinsame Lösungsfindung mit mehreren Anbietern oder Kooperationen der Aussteller.

Industrie 4.0 gewinnbringend anwenden

Zur Zielgruppe des Marktplatzes gehören Mitarbeiter des technischen und kaufmännischen Managements, IT-Fachleute, technische Leiter und Projektierer, Anlagenplaner sowie Service- und Instandhaltungstechniker. Sie alle sollen mit ihren spezifischen Aufgabenstellungen auf das Lösungsforum kommen und passende Industrie-4.0-Anwendungen entdecken. Um sicher zu stellen, dass die eingereichten Use-Cases den Anforderungen gerecht werden und zum Charakter des Forums passen, wurden sie von einem unabhängigen Beirat geprüft. Damit genügend Zeit für tiefgehende Gespräche bleibt, gibt es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, über die Webseite Termine im Vorfeld auszumachen.

Empfehlungen der Redaktion

Praxisorientierte Anwender-Workshops

Die praxisorientierten Anwender-Workshops finden wie gewohnt an allen drei Tagen des Automatisierungstreffs statt. "Auch sie ermöglichen einen sehr intensiven Austausch zwischen Anbieter und Anwender", unterstreicht Strobl. Die Workshops erlauben eine direkte und praxisorientierte Auseinandersetzung rund um die Themen IT und Automatisierung. Teilnehmer können dabei selbst Hand anlegen und sich einen tiefen Einblick zum Einsatz von Produkten, Systemen und Methoden verschaffen. Das Themenspektrum der Workshops ist sehr breit: Es reicht von IoT-Fernwartung und Cybersecurity über Inbetriebnahme und Diagnose, RFID und Steuerungstechnik bis hin zu Schaltschrankbau, Engineering und MES. Mehr als 50 Unternehmen werden ihre Lösungen auf dem Automatisierungstreff zeigen. Das gesamte Programm finden Interessierte auf Seite 82.

Hand anlegen auf neutralem Terrain

"Nur auf dem Automatisierungstreff können Anwender auf neutralem Terrain in Sachen Automatisierungstechnik tatsächlich Hand anlegen", zieht die Veranstalterin Resümee. "Ergänzt um den Marktplatz Industrie 4.0 erhält der Besucher individuelle Werkzeuge an die Hand, um seine Brownfield-Anlagen für die Zukunft zu rüsten." (mby)

Anzeige