Erschienen am: 01.03.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 3 2018

Deutscher Maschinenbau

Positive Konjunkturaussichten für 2018

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2017 lassen die Prognosen für 2018 sogar noch mehr erwarten, wie aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das 4. Quartal 2017 hervorgeht. So gehen 80 Prozent der befragten Entscheider von einer positiven Konjunkturentwicklung in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten aus.


Der Ausblick der Befragten auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland fällt überwiegend positiv aus - 80 Prozent blicken optimistisch auf die kommenden zwölf Monate. Lediglich zwei Prozent sind explizit pessimistisch gestimmt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Erwartungshaltung deutlich verbessert: Damals blickten 61 Prozent der Entscheider positiv auf die Entwicklung in Deutschland, acht Prozent waren skeptisch gestimmt.
Bild: PwC PricewaterhouseCoopers AG

In Bezug auf die Weltwirtschaft erreicht die Stimmung in der Branche sogar neue Bestmarken: Nahezu zwei Drittel blicken optimistisch auf die globale Entwicklung im Jahr 2018. Im Vorquartal teilten lediglich 52 Prozent, im Vorjahr sogar nur 37 Prozent diese Einschätzung. Insgesamt sind die Maschinenbauer so optimistisch gestimmt wie selten zuvor. Für die Gesamtbranche prognostizieren die befragten Manager ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent in 2018 verglichen mit dem Vorjahr, für das eigene Unternehmen sogar 6,4 Prozent.

Umsatzwachstum ermöglicht Investitionsschub für Digitalisierung

"Eine hohe Auslastung, volle Auftragsbücher und gute Umsatzperspektiven: Die Aussichten für die deutschen Maschinenbauer im neuen Jahr sind hervorragend", sagt Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um wichtige Weichen für die Zukunft der Unternehmen zu stellen. Am besten durch sinnvolle Investitionen." Und tatsächlich lässt sich eine gesteigerte Investitionsbereitschaft im Maschinenbau feststellen. So hat sich der Anteil derjenigen Unternehmen, die ihre Investitionen steigern konnten, im Laufe des vergangenen Jahres mehr als verdoppelt. Mit Blick auf das neue Jahr plant mehr als die Hälfte der Befragten Investitionen, die sich im Schnitt auf neun Prozent des Gesamtumsatzes belaufen sollen - der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2014. "Vor allem zukunftsträchtige Bereiche wie Forschung und Entwicklung, IT und Industrie 4.0 sollen von den Ausgabenerhöhungen profitieren - damit ist die Agenda klar auf Digitalisierung ausgerichtet", so Schmidt. Die positive Grundstimmung wird lediglich durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt getrübt: Der Fachkräftemangel (88 Prozent) sowie der Mangel an Mitarbeitern in Produktion und Service (81 Prozent) stellen zum ersten Mal die größte Sorge der Maschinenbauer dar - noch vor aktuellen politischen Entwicklungen im Ausland (69 Prozent). Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen Unternehmen, die neue Jobs schaffen möchten, auf einem Höchststand angelangt und liegt 20 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert aller bisherigen Erhebungswellen.

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