Erschienen am: 07.05.2013, Ausgabe SPS-MAGAZIN 5 2013

In neun Schritten zu einem Mehr an Führungskompetenz

Umgang mit Änderungen

Änderungen sind die einzige Konstante, mit der wir rechnen können. Heißt es. Ist sicher auch so. Führungskräfte haben gelernt, mit Änderungen umzugehen. Sei es aktiv, indem sie selbst Änderungen auslösen oder passiv, indem sie Wege finden konstruktiv mit erfolgten Änderungen umzugehen. Gerade der passive Aspekt ist jedoch herausfordernder. Selbst Veränderungen auszulösen ist meist leichter, als Betroffener von erfolgten Veränderungen zu sein. Aus der Stresstheorie wissen wir, dass es nicht die Situation selbst ist, die Stress, also Belastung beim Menschen verursacht, sondern die Beurteilung und somit die Bewertung der Situation.

Autor: Marcus Hausner, Hausner Management Services.


Bild 1: Marcus Hausner trainiert und begleitet seit 1999 Führungskräfte. Seine Schwerpunkte sind Führung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Teamarbeit und Konfliktmanagement.

Wenn wir dies nun auf den Umgang mit Veränderungen übertragen, dann ist es also unsere Bewertung, die darüber entscheidet, wie wirksam wir mit Änderungen umgehen können. Unsere Haltung bestimmt maßgeblich wie wir uns dann verhalten. Ich erkenne, wie Führungskräfte hier grundsätzlich zwei verschiedene Muster an den Tag legen.

Chancen entdecken und ergreifen

Das Chancen-Denken konzentriert sich auf die Möglichkeiten einer Situation. Es geht hier nicht um positives Denken oder romantischen Optimismus, sondern um das reale Ausloten des eigenen Gestaltungsraumes und der Einflussmöglichkeiten. Dies kann immer geschehen für mich als Führungskraft in der aktiven und gestaltenden Rolle. Solange ich handeln kann, solange kann ich lernen und neue Erkenntnisse gewinnen. Das wiederum erhöht meine Chancen, Änderungen positiv zu beeinflussen.

Risiken befürchten und vermeiden

Das Risiko-Denken setzt auf Vermeidung und Kontrolle. Führungskräfte, die so handeln, sind entscheidungsscheu und wollen sich nach allen Seiten absichern. Zeit und Kraft wird auf Vermeidung, anstatt auf Lösung verwendet. Das Handeln ist passiv, reaktiv, anstatt gestaltend zu sein. Diese Haltung führt zu Demotivation und Perspektivlosigkeit. Die empfundene Situation ist dann der neue Status Quo, ohne dass man selbst und das Team echte Energie hat, die Aufgaben zu bewältigen. Ein Rückzug auf Raten, an dessen Ende nicht selten Resignation und Zynismus stehen.

Mitarbeiter bewusst führen

Beginnen Sie noch heute Ihre Mitarbeiter bewusster zu führen. Es steht Ihnen ein Arbeitsbogen zur Verfügung mit dem Sie für jeden ihrer Mitarbeiter bestimmen können, in welcher Phase er sich befindet und welche Führung er in der aktuellen Situation benötigt.